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Apple macht mehr Umsatz und Gewinn, iPad weiter rückläufig

21.10.2014 | 06:26 Uhr |

Apple hat eine weitere Rekordbilanz für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2013/2014 vorgelegt. Umsatztreiber war dabei das iPhone, vor allem mit den neuen Modellen iPhone 6 und iPhone 6 Plus während das Geschäft mit dem iPad sich weiter rückläufig entwickelte.

Der Umsatz betrug 42,1 Milliarden US-Dollar, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 37,5 Milliarden US-Dollar gewesen. Apple bliebt dabei ein Gewinn von 8,5 Milliarden US-Dollar, vor einem Jahr waren das 7,5 Milliarden US-Dollar. Wall Street hatte mit einem Umsatz von 39,88 Milliarden US-Dollar gerechnet. Apple hat mit der Bilanz auch seine eigene Prognose übertroffen, das Unternehmen hatte einen Umsatz von 37 bis 40 Milliarden US-Dollar geschätzt. In keinem vierten Quartal hat Apple in seiner Geschichte besser abgeschnitten.

iPhone 6 und iPhone 6 Plus mit perfektem Start

Deutlich zugelegt hat das iPhone. Hatte Apple im Septemberquartal 2013 noch 33,8 Millionen Geräte verkauft, waren es in diesem Jahr 39,27 Millionen Stück. Der Umsatz mit dem iPhone betrug 23,68 Milliarden US-Dollar (Vorjahr 19,75 Milliarden US-Dollar). Wesentlichen Anteil an der Bilanz dürften iPhone 6 und iPhone 6 Plus gehabt haben. Apple weist zwar keine detaillierten Zahlen für die einzlenen Produktreihen aus, hatte jedoch am Montag nach dem Verkaufsstart der neuen Generation bekannt gegeben, zehn Millionen Geräte am ersten Wochenende verkauft zu haben . Im Vorjahr hatten sich die seinerzeit neuen iPhone 5S und iPhone 5C aber immerhin neun Millionen Mal verkauft.

iPad verliert an Boden

Im Gegensatz zum iPhone verlor das iPad weiter an Boden, die Verkäufe fielen von 14,08 Millionen auf 12,3 Millionen Stück, der Umsatz von 6,19 Milliarden US-Dollar auf 5,32 Milliarden US-Dollar.  Die in der letzten Woche vorgestellte neue iPad-Generation geht noch nicht in die Bilanz ein, auch vor einem Jahr hatte Apple neue Modelle erst im Oktober vorgestellt. Selbst gegenüber dem Vorquartal entwickelte sich das Geschäft mit den Tablets rückläufig.

Der Mac legte dafür stark zu, Apple verkaufte mit 5,5 Millionen Rechnern fast eine Million mehr als 2013 (4,58 Millionen). Der Umsatz stieg von 5,63 Milliarden US-Dollar auf 6,63 Milliarden US-Dollar. Interessanter Weise macht Apple mit dem Mac wieder mehr Umsatz als mit dem iPad - zuletzt hatten die Marktforscher von Gartner und IDC einen allgemeinen Trend zur Erholung des klassischen PC-Marktes auf Kosten des Tablet-Segmentes ausgemacht.

iPod verschwindet allmählich, iTunes legt weiter zu

Kaum noch eine Rolle spielt der iPod, Apple verkaufte nur noch 2,64 Millionen Geräte und nahm damit 410 Millionen US-Dollar ein. Im Vorjahr waren 3,5 Millionen Stück, die einen Umsatz von 573 Millionen US-Dollar brachten. In der Zwischenzeit hatte Apple lediglich das Einsteigermodell neu aufgelegt, seit zwei Jahren sind die iPods sonst aber unverändert – den iPod Classic nahm Apple aus dem Programm. Auch bei seinem Oktober-Event zeigte Apple keine neuen Geräte.

Kontinuierlich legt Apple mit dem iTunes Store zum der Umsatz stieg von 4,36 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf nunmehr 4,61 Milliarden US-Dollar.

Der Umsatz stieg in den USA, Europa und Japan gleichermaßen und in China nur leicht, gegenüber dem Vorquartal ging er sogar zurück - 5,94 Milliarden US-Dollar gegen 5,78 Milliarden US-Dollar. Das iPhone 6 und iPhone 6 Plus ist in China jedoch erst seit dem 17. Oktober im Handel, die Vorgängermodelle waren vor einem Jahr noch in die Septemberbilanz eingegangen.

Aktionären schüttet Apple für dieses Quartal eine Dividende von 47 Cent pro Aktie aus. Für das laufende Quartal prognostiziert Apple einen Umsatz zwischen 63,5 und 66,5 Milliarden US-Dollar.

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