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Apple mit starker Präsenz auf Java One

07.06.2001 | 00:00 Uhr |

Vor einem Jahr hat Steve Jobs während der Keynote zur weltgrößten Entwicklerkonferenz für Java-Programmierer, der Java Onne in San Francisco, versprochen, den Mac zur "besten Java-Maschine des Planeten" zu machen. Mit Mac-OS X hat Apple bereits viel eingelöst.

Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner soll es im Jahre 2004 mehr Java- als C- und C++-Entwickler geben. Java 2 ist demnach die am schnellsten wachsende Programmiersprache der Welt. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, als Apple in regelmäßigen Abständen neue Versionen der Macintosh Runtime for Java (MRJ) herausbrachte, das auf dem "klassischen" System eine virtuelle Java-Umgebung schuf, beschreitet der Mac-Hersteller mit Mac-OS X vollkommen neue Wege. Das Unix-System im Apple-Look ist voll kompatibel zum aktuellen Java2-Standard J2SE 1.3, Java-Programme und -Applets laufen auf Macs wesentlich zuverlässiger und stabiler als je zuvor.

Mit seinem Messestand im Moscone-Center in San Francisco bringt Apple auf der diesjährigen Java One die neue Technologie den Teilnehmern der Konferenz näher. Wie Apples Java-Technologie-Manager Alan Samuel unseren Kollegen von Maccentral berichtete , könne man sich über mangelnden Zulauf nicht beklagen. Dass mit Java 2 Mac-OS X volle Kompatibilität mit dem plattformübergreifenden Standard erlange, müsse man Macianern ja nicht mehr weiter erklären (sieh auch: Apple - alte und neue Allianzen ), für alle anderen herrsche jedoch großer Informationsbedarf. "Wenn ich den Leuten das Betriebssystem gezeigt habe, sage ich :'okay, gebt mir Eure .jars', und ich nehme sie und lasse sie einfach unter Mac-OS X laufen und zeige ihnen damit, wie einfach das ist. Man kann für Solaris oder was auch immer kompilieren und es geht", zeigt sich Samuel begeistert.

Nicht nur Apple selbst zeigt laut Maccentral seine Produkte auf der Java One, auch Software-Hersteller, die bislang für den Mac entwickelten, stellen im Moscone-Center aus. So zeigt etwa Eric Shapiros neue Firma Zero G Software die java-basierten Programme Install Anywhere und Power Update. Mit ersterem soll man Installationsprogramme unter Mac-OS X schreiben können, die verprechen, auf jeder java-kompatiblen Plattform zu laufen, zweiteres soll automatische Software-Updates ähnlich der Systemeinstellung "Software Aktualisieren" ermöglichen.

Bereits auf der WWDC hatte Borland J-Builder gezeigt, eine visuelle Entwicklungsumgebung, mit der man J2SE-Applikationen mit Aqua-Oberfläche bauen kann. pm

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