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Apple muss Bilanzen womöglich korrigieren

04.08.2006 | 12:35 Uhr |

Vor zwei Wochen, bei der Bekanntgabe der Bilanz für das dritte Quartal seines Geschäftsjahres, hat Apple über eine interne Untersuchung berichtet, die Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Aktienoptionen nachgeht. Rückwirkend bis Herbst 2002 muss Apple seine Bilanzen korrigieren.

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Apple muss seine Bilanzen für die zurückliegenden Quartale womöglich korrigieren. Die Abgabe der Pflichteingabe mit den finanziellen Details für das dritte Quartal an die US-Börsenaufsicht hat der Mac-Hersteller verschoben.

Für die Korrekturen sind Kosten verantwortlich, die dem Konzern durch Gewährung von Aktienoptionen entstanden sind. Dabei ist es zu Unregelmäßigkeiten gekommen, sind sich der Aufsichtsrat und die von Apple bestellten Finanzcontroller einig. Apple kann noch nicht sagen, um welche Beträge man die Bilanzen korrigieren müsse und wie viele der letzten Quartale davon betroffen sind. Keine der seit 29. September 2002 veröffentlichten Finanzdaten könnten jedoch noch als zuverlässig gelten. Die Ungereimtheiten mit der Ausgabe von Aktien-Optionen hat Apple bereits Ende Juni entdeckt und an die Börsenaufsicht gemeldet, seitdem prüfen unabhängige Experten die Bücher. Apple hat bisher nicht bekannt gegeben, wer von den Aktienoptionen profitierte, die auf dem Prüfstand stehen. Für das dritte Quartal seines Geschäftsjahres 2005/2006 hat Apple vor zwei Wochen einen um 48 Prozent auf 472 Millionen US-Dollar gestiegenen Gewinn ausgewiesen, bei einem Umsatz von 4,37 Milliarden US-Dollar (plus 24 Prozent).

Die Nachricht löste einen nachbörslichen Kursrutsch aus. War die Apple-Aktie zuvor an der Nasdaq um 1,43 US-Dollar oder 2,1 Prozent auf das Zehn-Wochen-Hoch von 69,59 US-Dollar gestiegen, fielen Anteilsscheine des Mac-Herstellers im nachbörslichen Handel auf 65 US-Dollar zurück.

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