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Apple patentiert Hitzeableiter aus Graphen

04.06.2013 | 10:00 Uhr |

Der Physiknobelpreis 2010 hat Forschungen zu allen möglichen Einsatz-Bereichen von Graphen angeregt: Das Material ist extrem leicht, robust und wärmeleitfähig.

Apples Forschungsabteilung war in diesem Bereich auch produktiv und hat am Freitag vergangener Woche ein neues Patent zugesprochen bekommen. Dieses beschreibt eine Anwendung von Graphen als Ersatz für die Wärmeleitpaste in mobilen Geräten . Dabei wird ein herkömmlicher Lithium-Ion- oder Lithium-Polymer-Akkumulator verwendet. Eine Schicht aus Graphen soll dann nicht nur die Akku-Oberfläche, sondern auch andere Komponente wie Prozessor oder Speicher bedecken und die darin entstandene Wärme abführen.

Dabei profitieren die Geräte von den Graphen-Eigenschaften: Zum einen ist eine Schicht des Stoffs nur 0,3 bis 0,33 Nanometer dick. Der eingesparte Platz lässt sich für leistungsfähigere Akkus oder für die Herstellung dünnerer Geräte verwenden. Graphen hat eine extrem hohe Wärmeleitfähigkeit von 4.480 bis 5.300 Watt je Kelvin und Meter bei Zimmertemperatur. Zum Vergleich - eine herkömmliche Wärmeleitpaste kommt auf 4 bis 10 W/m*K, ein Diamant kommt immerhin auf 2.300 W/m*K.

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