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Apple reagiert auf Greenpeace-Kritik in Umweltfragen

30.08.2006 | 12:33 Uhr |

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat Elektronikhersteller aufgrund ihres Umweltverhaltens benotet und Apple dabei nur auf Rang 11 von 14 gesetzt.

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Schlechter schnitten nur Acer, Motorola und Lenovo ab. Greenpeace kritisiert in seinem Green Electronics Guide , dass Apple keinerlei Informationen über die in seinen Produkten verwendeten Stoffe veröffentliche. Der Mac-Hersteller habe zudem noch keinen Zeitpunkt genannt, zu dem er auf die Umwelt schädigenden Substanzen PVC und BFR (brominated flame retardants; mit Brom versetzte Feuerhemmer) verzichten werde. In seinen Recycling-Programmen, das Apple in macnehn Ländern laufen habe, nennt der Hersteller zwar die Menge der zurückgenommenen Ware, setzt aber keinen Bezug zu den Verkäufen. Dass Apple keinerlei Elektromüll exportiere, veranlasste Greenpeace jedoch zu einer guten Teilnote. Greenpeaces Umweltliebling ist der Studie zufolge Nokia, das aus seinen Produkten konsequent PVC entfernt hat.

Apple hat auf die schlechten Noten reagiert, in einer Stellungnahme lässt der Mac-Hersteller ausrichten, die Greenpeace-Kriterien nicht überein zu stimmen. Apple habe immerhin CRT-Monitore komplett aus seiner Produktreihe verbannt. Röhren enthielten Umwelt schädigendes Blei, in der Produktion der CRTs würden zudem Cadmium und sechswertiges Chrom eingesetzt. Noch enthielten TFTs Spuren von Quecksilber, das man für die Hintergrundbeleuchtung der Flachbildschirme benötige. Eine Alternative suche Apple bereits. Zuletzt hatte Apple sich selbst auf der Jahreshauptversammlung im April für sein Umweltprogramm gelobt. Die meisten Verbesserungen geschähen hinter den Kulissen und würden daher in der Öffentlichkeit kaum auffallen.

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