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Apple reagiert auf Proteste von Cube-Käufern

15.11.2000 | 00:00 Uhr |

In einem internen Schreiben versucht der Mac-Hersteller das Produktionsverfahren zu erklären, das zu Kratzern und Rillen im Cube-Gehäuse führt. Nach Ansicht Apples handelt es sich lediglich um Schönheitsfehler.

Zumindest in einem internen Schreiben, das Apple diese Woche an seine Händler verschickt hat, reagiert der Computerhersteller auf die Proteste zahlreicher Käufer von Power Mac G4 Cubes. Nicht nur bei Macwelt, sondern auch bei zahlreichen Händlern häufen sich Beanstandungen. Der Fall, in dem Steve Jobs einem Kunden persönlich den Umtausch eines "zerkratzten" Cubes vermittelte, scheinen jedoch vorbei.

Die Mitteilung an die Händler beinhaltet keine Anweisung, wie mit solchen Kunden umzugehen sei, sondern eine ausführliche Erklärung des Produktionsverfahren, in dem die durchsichtige Hülle der Cubes entsteht. Damit will der Hersteller offenbar erklären, dass es sich bei den beanstandeten "Rillen", "Rissen" oder "Kratzern" im Gehäuse um unvermeidliche Gussnähte handelt, die beim Formen in Acryl wohl nicht zu vermeiden sind, jedoch aus Apples Sicht reine Schönheitsfehler sind und keine Beanstandungen rechtfertigen. Wörtlich heißt es in dem Schreiben, das Macwelt vorliegt, "Da das aus einem Teil gefertigte Gehäuse von jedem Blickwinkel aus betrachtet werden kann, gab es nur eine Stelle, an der die Öffnung des Eingießkanals verborgen werden konnte (die Stelle, an der die Lüftungsplatte angebracht wird). Geeignete Stellen zum Verbergen der Gussnähte fehlten fast völlig."

Ob diese Argumentation Kunden, die einen Cube aus überwiegend optischen Gründen gekauft haben, zufriedenstellen wird, bleibt zu bezweifeln. mbi

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