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Apple schickt das Mobile Klassenzimmer in die Schulen

15.01.2002 | 00:00 Uhr |

In Deutschland ist Apple im Bildungsbereich unterrepräsentiert. Der Mac-Hersteller will dies nun ändern, Jan Sperlich, Sales Manager Education stellt sich den Fragen der Macwelt.

Die Abteilung Education ist innerhalb Apples für den deutschen und österreichischen Bildungsmarkt zuständig, also für Schulen und Universitäten. Apple hat diese Geschäftseinheit kürzlich als europäische Business Unit neu organisiert, damit teilweise von Apple Deutschland unabhängig gemacht und auf sechs Personen ausgebaut. Neuer Leiter der Abteilung ist Jan Sperlich, Sales Manager Education, mit dem Macwelt ein Gespräch über Apples Aktivitäten im Bildungsbereich führte.

Macwelt:

Als neues Produkt für deutsche Schulen bietet Apple jetzt ein so genanntes Mobiles Klassenzimmer an, das aus einem schultauglichen Rollwagen mit fünf beziehungsweise zehn iBooks für die Schüler plus einem für den Lehrer, einem Scanner, einem Tintenstrahldrucker und einer Airport-Basisstation besteht. Sehen Sie dieses Gesamtpaket als gute Einstiegsmöglichkeit in den Windows-dominierten deutschen Bildungsmarkt?

Sperlich:

Wir halten das neu vorgestellte Mobile Klassenzimmer für ein gutes Produkt, um im deutschen Bildungsmarkt Fuß zu fassen. Auch auf einigen Roadshows werden wir unser Produkt interessierten Schulen präsentieren.
Das Mobile Klassenzimmer ermöglicht allen Schülern Zugriff auf Computer-Technologie, wo immer sie arbeiten möchten. Das drahtlose, mobile iBook-Klassenzimmer bietet die Verwaltungs- und Kontrollmöglichkeiten eines Computerlabors in Kombination mit der Freiheit von mobilen Computern und dem Leistungspotenzal des Internet in einer einfachen, effizienten, rollenden Lösung. Natürlich sind iBooks nicht als Ersatz für Desktops gedacht. In bestimmten Bereichen, etwa als Bibliotheksrechner, ist ein Desktop immer noch besser geeignet als ein Laptop.

Macwelt:

Deutsche Schulklassen bestehen oft aus mehr als 30 Schülern. Sind da zehn Schüler-iBooks nicht etwas wenig?

Sperlich:

Es ist nicht unbedingt notwendig, dass jeder Schüler einen eigenen Computer benutzt. In der Praxis reicht es völlig, wenn sich mehrere Schüler einen Computer teilen. Übrigens sollen die Schüler ja auch Teamwork lernen. Teilen sich drei Schüler einen Mac, arbeiten sie oft sogar produktiver, als wenn sie mit dem Computer tun dürfen, was sie wollen. Sollten die zehn Schüler-iBooks dennoch nicht ausreichen, kann das Mobile Klassenzimmer auch gerne mit weiteren fünf iBooks aufgerüstet werden.
Ein großer Vorteil der iBooks ist ihre Eignung für gemeinsame Projekte. Mehrere Schüler können den Unterrichtsraum oder das Schulgebäude verlassen und gemeinsam an einem Projekt arbeiten. In vielen Computerräumen verschwinden die Kinder doch nur hinter grauen Kästen.

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