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Musik-Streaming-Service Lala schließt nach Übernahme durch Apple

03.05.2010 | 10:10 Uhr |

Ende dieses Monats stellt Lala seine Dienste ein. Apple überträgt für alle Lala-Musik-Abonnenten deren Unkosten als Guthaben in iTunes, lässt sich aber auch weiterhin nicht für die erhofften Lala-Features in iTunes in die Karten blicken.

Nach Apples Übernahme des Musik-Dienstes Lala Anfang Dezember 2009 stiegen die Erwartungen. Von einem Webradio wie Last.Fm bis hin zu einem Cloud-basierten Musik-Dienst, bei dem auf die gesamte Musiksammlung per Browser von überall zugegriffen werden kann, überschlugen sich die Hoffnungen für weitere Features in iTunes. Bereits am 29. Oktober 2009 wurde zum Streamen der eigenen Musik-Sammlung eine Lala-iPhone-App zur Zulassung bei Apple eingereicht, aber danach wurde nie wieder davon gehört. Es gab weder eine Abweisung oder gar Zulassung von Apple.

Fünf Monate später kündigt nun Lala lapidar an, dass am 31. Mai der Musik-Streaming-Dienst endet. Bis dahin kann jeder Lala-Kunde noch weiterhin auf sein Benutzerkonto und gekaufte Musik zugreifen, aber keine Musik für 10 US-Cents per Lied neu abonnieren und keine eigene Musik mehr zum Streamen hochladen. Alle Kunden, die Musik abonnierten, bekommen die Ausgaben als Guthaben in iTunes angerechnet. Die gekauften Lieder im MP3-Format waren von Anfang an DRM-frei und spielen natürlich auch weiterhin problemlos auf jedem MP3-Player ab.

Weder Apple noch Lala haben auf Anfrage zur Stellungsnahme der Macworld reagiert. Apple hatte bereits auf Nachfrage für Pläne direkt nach der Übernahme des Musik-Dienstes sehr zugeknöpft reagiert: "Apple kauft von Zeit zu Zeit kleinere Technologie-Unternehmen, wir kommentieren generell nicht den Zweck oder Pläne." Alle Fragen, welchen Nutzen die Apple-Kunden aus der Übernahme von Lala sehen werden, wie Musik-Streamen aus iTunes , oder als Web-App ohne Installation von iTunes, bleiben auch weiterhin noch unbeantwortet.

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