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Apple "sehr interessiert" an der WiFi-Community FON

31.10.2007 | 13:00 Uhr |

Die WiFi-Community FON hat einen Fuss in der Tür des Apple-Hauptquartiers: Firmenchef Steve Jobs und FON-Initiator Martin Varsavsky haben sich zu einem persönlichen Gespräch getroffen, Jobs zeigt sich Berichten nach "sehr interessiert" an den Zielen von FON.

Die von einer lebendigen Community getragene Initiative teilt ihre Internet-Bandbreite und baut über kostengünstige WLAN-Router ein Konkurrenznetz zu den HotSpots kommerzieller Betreiber auf. Wer zu Hause abgibt, darf unterwegs auf anderen Fon-Spots umsonst mitsurfen - etwa mit dem iPhone, dem MacBook oder dem iPod touch.

FON liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Deutschen Telekom : Im Januar meldete die Community, mittlerweile mehr öffentliche HotSpots hierzulande anzubieten als der "rosa Riese". Zum einen wird die Initiative getragen von zahlreichen Freiwilligen, die von ihrer eigenen Internet-Bandbreite zu Hause abgeben und zum Teil kostenfrei einen speziellen WLAN-Router erhalten. Dieser "La Fonera"-Router sendet ein öffentliches und ein privates Signal aus, nur das öffentliche Signal, dessen Bandbreite sich zum "Fonero" regeln lässt, steht FON-Mitgliedern kostenlos, anderen Anwendern für eine Tagespauschale zur Verfügung. Die zweite Stütze von FON sind Google, Skype und zwei Investmentgesellschaften. Zu den Details des Gespräches zwischen Jobs und Varsavsky sind wenige Informationen durchgesickert, Apple Insider zitiert Varsavsky mit den Worten: "Ich glaube wirklich, Jobs mag die Idee hinter FON." Zu der Gesprächsatmosphäre teilt der FON-Chef mit: "Er ist extrem neugierig und stellt viele Fragen. Dabei ist er nicht der netteste Typ - er will es genau wissen." Spekulativ sind mögliche Ziele der Kooperation. So könnte Apple in Zukunft seine Airport-Hardware mit FON-Möglichkeiten ausstatten oder Firmware-Updares für bestehende Basis-Stationen entwickeln, durch die die Apple-Router selbst zu FON-Spots werden könnten. Wahrscheinlich steckt aber eine viel größere Strategie dahinter: Mit dem iPod touch und dem iPhone bietet die Jobs-Company erstmals mobile Handgeräte mit WLAN-Funktionalität an und bekanntermaßen verzichtet Apples Smartphone vorerst auf eine schnelle Datenanbindung per UMTS. FON selbst hat mit British Telecom und dem französischen Provider Neuf Cegetel in den vergangenen Wochen wichtige strategische Partner aus dem Telekommunikationsbereich gewonnen.

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