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Apple setzt neue Richtlinien gegen betrügerische Apps durch

10.01.2013 | 11:24 Uhr |

Bereits seit längerem ist bekannt, dass Apple Appstore-Kunden besser vor betrügerischen Apps schützen will – und macht nun ernst.

Gerade jüngere Nutzer von iOS-Geräten waren leichte Opfer für Betrüger im Appstore: Durch eine Funktion im Entwickler-Portal iTunes-Connect konnten Beschreibungen und Bilder von Appstore-Angeboten nachträglich und jederzeit geändert werden. Für ehrliche Entwickler ideal, um beispielsweise auf kommende Bugfixes hinzuweisen oder Sonderaktionen zur App zu bewerben.

Für Entwickler mit weniger freundlichen Absichten ermöglichte die Funktion aber, dass man Apple ein simples Kartenspiel zur Prüfung vorlegen konnte, um nach der Genehmigung Bilder und Texte durch Inhalte von beliebten Marken wie Nintendos Taschenmonstern Pokémon oder dem bekannten Klötzchen-Spiel Minecraft auszutauschen.

Einer der bekanntesten Betrugsversuche jüngerer Zeit: Mooncraft klingt nicht nur nach dem Indie-Hit "Minecraft", sondern wird auch mit Bildern aus "Minecraft" beworben. Was dahinter steckt: ein einfaches Würfelspiel.
Vergrößern Einer der bekanntesten Betrugsversuche jüngerer Zeit: Mooncraft klingt nicht nur nach dem Indie-Hit "Minecraft", sondern wird auch mit Bildern aus "Minecraft" beworben. Was dahinter steckt: ein einfaches Würfelspiel.

Um den Missbrauch der flexiblen Änderungsmöglichkeiten zu unterbinden, hat Apple diese nun deutlich zusammen gestrichen. Änderungen an den Bildern können künftig nur noch vorgenommen werden, wenn eine Aktualisierung der App eingereicht wird – so soll gewährleistet werden, dass die Bebilderung auch dem aktuellen Funktionsumfang der App entspricht. Änderungen an den Beschreibungstexten sind aber weiterhin möglich.

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