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Apple sichert Gesundheit-Apps besser ab

11.01.2017 | 11:46 Uhr |

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist längst zum Standard in den Messenger-Apps geworden. Nun folgen die Gesundheits-Anwendungen.

Bereits 2015 hat Apple die Entwicklungsmodule ResearchKit und HealthKit veröffentlicht, ein Jahr später kam dann das so genannte CareKit hinzu, ein Modul für Pflegekräfte und Patienten. Während die Gesundheitsdaten, die iPhones und Apple Watches in der Health-App aufzeichnen und ablegen, von der Apple-eigenen Verschlüsselung geschützt sind, war die Übermittlung über die CareKit- und ResearchKit-Apps so zuverlässig, wie sie die Dritt-Entwickler der Apps implementiert hatten. Nun kann sich dies ändern, denn Apple erweitert sein CareKit-SDK mit einer Zusatzverschlüsselung der Firma Tresorit . Diese stellt den CareKit-Entwicklern eine eigene Verschlüsselungs-Technologie – Zerokit – zur Verfügung, die nach Angaben des Entwicklers ganz leicht zu implementieren sei. Allerdings wird die Lösung von Zerokit nicht ganz kostenlos bleiben. Eintausend Patienten-Konten und damit verknüpfte Daten verschlüsselt Zerokit kostenlose, weitere 10.000 Datensätze kosten rund 90 US-Dollar pro Monat.

Der erweiterte Schutz der Patientendaten kann wohl zur schnelleren Zulassung der CareKit-Apps beitragen. Das US-Gesundheitsministerium hat hierfür eine Satzung an Richtlinien ausgearbeitet, allerdings ist die Verschlüsselung keine obligatorische Voraussetzung.

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