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Apple sperrt XcodeGhost vom Mac

25.09.2015 | 14:04 Uhr |

Apple hat einen weiteren Schritt in Sachen Schadensbehebung wegen XcodeGhost gemacht. Nun weist OS X auf die Schad-Software hin.

Apple hat seine Systemdatei "Xprotect" aktualisiert, berichtet der Antivirus-Hersteller Intego . In der Liste der bekannten Malware erscheint nun auch die Schadsoftware XcodeGhost, die die Entwicklungsumgebung Xcode vornehmlich in China infizierte und so Apps mit der Schnüffel-Software in den App Store brachte. Xprotect ist eine plist-Datei, die im Library-Ordner gespeichert ist. Mit ihrer Hilfe kann das System vor Malware warnen, wenn der Nutzer diese aus dem Internet geladen hat und dabei ist, diese zu installieren. Im Grunde genommen prüft die Software fortwährend anhand der aktualisierten Liste, ob es sich dabei um eine Schad-Software handelt oder nicht. Gibt die Liste ein positives Ergebnis zurück, erscheint eine Warnung: "Die Software X wird Ihren Rechner beschädigen. Bitte löschen Sie diese."

Aus Nutzersicht muss man nicht tätig werden, denn die Xprotect-Liste wird automatisch vom Apple-Server geladen, falls in den Systemeinstellungen im Bereich "App Store" gegenüber der Option "Systemdatendateien und Sicherheits-Updates installieren" ein Haken gesetzt ist.

Über die Infizierung mehrerer Apps hat bereits am letzten Wochenende Palo Alto Networks berichtet . Es wurde bekannt, dass viele Apps im chinesischen App Store mit einer Software infiziert wurden, die theoretisch die Geräte-Daten abgreifen konnte. Apple hat daraufhin einige Schritte vorgenommen: betroffene Apps gelöscht, gegenüber den chinesischen Entwickler versprochen, eigene Server im Land aufzustellen und eine Liste mit den infizierten Apps veröffentlicht.

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