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Apple: Keine Entschlüsselung privater Daten

21.10.2015 | 14:55 Uhr |

Apple macht seinen Standpunkt klar: Sicherheit der privaten Daten auf den Apple-Geräten hat oberste Priorität. Auch in Sonderfällen macht Apple nur widerwillig Ausnahmen.

Laut Reuters hat Apple erst kürzlich einen Bundesrichter darüber informiert , dass Apple keinen Zugriff auf die Daten von iPhones hat, die unter iOS 8 laufen und mit einem Passwort geschützt sind. Das US-amerikanische Justizministerium hatte bei dem Smartphone-Hersteller angefragt und um die Zusammenarbeit gebeten, um an die Daten eines beschlagnahmten iPhones zu gelangen.

Apple hatte die Verschlüsselungsmethoden unter iOS 8 und den darauf folgenden Versionen so stark verbessert, sodass es für Außenstehende unmöglich sei, an die privaten Daten auf einem gesperrten iPhone zu kommen.

Aktuell haben laut Apple rund 90 Prozent der iOS-Geräte das Betriebssystem iOS 8 oder neuer installiert.

Obwohl Apple somit theoretisch bei fast 10 Prozent der iPhones Zugriff auf die privaten Daten hätte, gab das Unternehmen gleichzeitig bekannt, dass es von solchen Maßnahmen keinen Gebrauch machen würde. Apple wolle das Vertrauen der Kunden auf keinen Fall missbrauchen:

„Apple dazu zu zwingen, Daten trotz mangelnder Befugnis zu entschlüsseln, könnte das Vertrauen zwischen Apple und seinen Kunden bedrohen und erheblich der Marke Apple schaden.“

Am kommenden Freitag wird in einer Anhörung die Rechtsgrundlage überprüft. Dabei soll entschieden werden, ob Apple zur Kooperation mit der Regierung gezwungen werden kann.

Vor kurzem hatte sich Apple-CEO Tim Cook noch klar gegen die Möglichkeit ausgesprochen , mittels Hintertüren in der Software an die privaten Daten der Anwender zu gelangen und bekräftigte gleichzeitig, die Sicherheit und Privatsphäre der Kunden zu garantieren.

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