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Apple startet iTunes Music Store in Europa

15.06.2004 | 12:18 Uhr |

Zahlreiche Pressevertreter hat Apple heute nach London geladen, wo um 11 Uhr Ortszeit Steve Jobs höchst persönlich den Startschuss für drei neue iTMS-Niederlassungen gegeben hat.

Nachdem sich in den letzten Tagen immer mehr Gerüchte zur Nachricht verdichtet hatten, nahm Apple am heutigen Dienstag auch offiziell die Hüllen vom europäischen iTunes Music Store, der nach der an die Presse ergangenen Einladungen "die größte Story der Musik sogar noch größer" machen soll.

Der Zugang zum iTMS in Europa bleibt aber beschränkt, derzeit haben nur Einwohner Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens die Gelegenheit sich einzelne Tracks oder ganze Alben über iTunes 4.6 herunterzuladen - Holland ist also nicht dabei.

Vor dem Veranstaltungsort verteilten Vertreter der britischen Association of Independent Musicians (AIM) eine Pressemitteilung, in der die AIM ihren Willen bekräftigte, am iTMS teilzunehmen. Die Verantwortung für das Fehlen von einigen Labels sei Apple anzulasten, das nicht erfüllbare Forderungen gestellt habe (siehe Morgenmagazin vom 15.6.)

Alle drei Stores sind ab heute online und haben auf die lokalen Bedürfnisse abgestimmte Bibliotheken. Die Preise betragen in Frankreich und Deutschland 99 Cent pro Song und 9,99 Euro für die meisten Alben, im UK verlangt Apple 79 Pence pro Song und für die Alben ab 7,99 Pfund.

Im Oktober soll ein gemeinsamer Store in englischer Sprache für den Rest Europas online gehen, auch hier wird Apple 99 Cent pro Song verlangen. Die jetzt vier verfügbaren Stores in USA, UK, Frankreich und Deutschland sprechen rund 60 Prozent des weltweiten Musikmarkts an.

Als wichtigsten Konkurrenten bei der Musikdistribution sieht Steve Jobs keineswegs Services wie Napster oder OD2, sondern die Piraterie. "Um Piraterie zu bekämpfen, müssen wir unseren Store besser machen," meint der Apple-CEO und nennt Features wie schnelle und zuverlässige Downloads, hohe Encoding-Qualität und Previews der Songs in Originalqualität. Nur so bringen man die Leute, zusammen mit dem sicheren Gefühl, nichts illegales zu tun, von den illegalen Tauschbörsen ab.

Weiterhin erteilte Jobs den Mietmodellen der Konkurrenten eine erneute Absage: "Die Kunden wollen die Musik besitzen und nicht nur ausleihen." Job selbst habe seit zehn Jahren das gleiche Lieblingslied, das er nicht ständig neu mieten wolle.

Den Erfolg des iTMS führt Jobs unter anderem auf die hohe Integration der Jukeboxsoftware, aus heraus man auch seine Einküfe tätigt mit dem iPod zurück - und nicht zuletzt auf die Verfügbarkeit von iTunes und iPod für Mac und Windows.

Neues Zubehör für den iPod ist laut Jobs unterwegs, zusammen mit einigen Automobilherstellern arbeite man an Lösungen für die Verbindung von iPod mit dem Auto-Stereoanlagen. Das Auto seit der "dritte Lieblingsplatz" nach Computer und iPod zum Musikhören, noch vor dem Wohnzimmer. Mit Airtunes und Airport Express habe man erst vergangene Woche ein Lösung für letzteres präsentiert.

Die Premiere des europäischen iTunes Music Store krönte die britische Soul-Sängerin Alicia Keys mit einem Live-Auftritt.

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