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Apple stellt Aperture 1.5 vor

25.09.2006 | 17:41 Uhr |

Am Vorabend der Fachmesse Photokina hat Apple in Köln Aperture 1.5 vorgestellt. Die Software bietet einige wesentliche Neuerungen, so gleicht nun die Struktur der Bibliothek der von iPhoto, was die Integration in Apples iLife-Programm ermöglicht. Zudem hat Apple Aperture lokalisiert.

Wer bereits registrierter Aperture-Anwender ist, bekommt das Update auf Aperture 1.5 kostenlos, alle anderen müssen 299 Euro bezahlen. Erstmals liegt das Programm neben der englischen Fassung auch in lokalisierten Versionen in deutsch, französisch und japanisch vor.

Die wesentliche Änderung betrifft jedoch die Struktur der Aperture-Bibliothek. Die offene Datenstruktur erlaubt, dass Fotografen ihre Bilder in beliebigen Ordnern beliebiger Medien und Volumes speichern können, etwa auf externer Festplatte, DVD oder einem Server. Aperture erstellt laut Apple für jedes Foto Vorschaubilder in hoher Qualität, ohne das Volume mit den Originalen einzulegen, kann der Anwender seine Bilder derart verwalten und bewerten oder als Diaschau anzeigen. Wer seine Bibliothek stationär auf einer Festplatte oder einem Server abgelegt hat, kann so dennoch auf dem Mobilrechner eine Kopie mit hochauflösenden Vorschaubildern unterwegs verwenden.

Die neue, zu der von iPhoto äquivalente Struktur der Bibliothek erlaubt die nahtlose Integration in Apples iLife- und iWork-Programme. Für das Webdesign mit iWeb oder das Layout mit Pages kann man nun neben den von iPhoto bereitgestellten Inhalten auch auf die Bilder aus Aperture zugreifen. Mit Hilfe von iTunes 7 lässt sich zudem der iPod mit der Aperture-Bibliothek synchronisieren.

Bei der Behandlung von Metadaten haben Apples Entwickler ebenso Hand angelegt. IPTC ist als Meta-Datenstandard in Aperture 1.5 voreingestellt, zu jedem beliebigen Zeitpunkt des Workflows soll der Import automatisch oder über Batch-Prozesse gelingen. Die IPTC-Daten lassen sich zusammen mit dem RAW-Bild als XMP-Metadaten exportieren und etwa in Photoshop weiterverwenden. Bei der Erstellung von XMP-Daten greift die Postproduktionssoftware optional auf AppleScripts zurück.

Um Bilder Web-Applikationen vereinfacht zur Verfügung zu stellen, fügt Apple in Aperture 1.5 eine offene Programmierschnittstelle ein, die es Drittherstellern ermöglicht, Plug-ins für ihre Anwendungen Aperture zur Verfügung zu stellen. So will Apple das Einstellen von Bildern in Foto-Communities oder den Upload zu Fotodienstleistern erleichtern. Als erste Plug-ins sind auf der Photokina Erweiterungen für die Services von Getty Images, iStockphoto, Pictage, Flickr, PhotoShelter, Digital Fusion, Soundslides und Connected Flow zu sehen.

Neue Korrektur-Werkzeuge verprechen den Workflow in der Postproduktion zu verbessern. Ein neuer Kantenscharfzeichnungsfilter basiert auf der Leuchtdichte, ein neues Farbmanagementtool gibt Zugriff auf Farbnuancierung, Sättigung und Helligkeit. Die Lupe zoomt nun stufenlos bis auf 1600 Prozent Vergrößerung. Eigene Einstellungen bei der Bildkorrektur kann der Fotograf nun als Voreinstellungen speichern und derart bequem auf weitere Bilder anwenden.

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