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Apple stellt Support für Snow Leopard ein

27.02.2014 | 10:19 Uhr |

Das viereinhalb Jahre alte Mac-Betriebssystem Mac-OS X 10.6 Snow Leopard wird von Apple nicht mehr mit Sicherheitsupdates unterstützt.

Bereits im Dezember 2013 war Snow Leopard von den seinerzeit veröffentlichten Sicherheitsupdates ausgenommen, die in dieser Woche veröffentlichten Sicherheitsupdates ließ Apple nur den neueren Betriebssystemversionen Lion, Mountain Lion und Mavericks angedeihen. Das letzte Security-Update für Snow Leopard hatte Apple im September 2013 herausgebracht, etwa einen Monat vor der Veröffentlichung von OS X 10.9 Mavericks.

In der Vergangenheit hatte Apple immer die aktuelle Betriebssytemversion und deren Vorgänger unterstützt, der Support für Snow Leopard war aber noch weitergelaufen, als bereits dessen Nachnachfolger Mountain Lion aktuell war. Wenigstens benötigt Snow Leopard keinen Fix für das "goto fail"-Problem: Die SSL-Lücke hat sich erst in Mavericks aufgetan.

Dennoch bleibt etwa jeder fünfte Mac von aktuellen Sicherheitsupdates ausgenommen, hält Apple an seiner Politik fest. Nach Statistiken von Net Applications waren Ende Januar immer noch 19 Prozent Prozent aller Macs mit dem betagten Betriebssystem unterwegs, deutlich mehr als mit dem direkten Nachfolger, nur noch 16 Prozent der Macs liefen mit Lion. Mac-Anwender sind zwar dafür bekannt, wesentlich häufiger als ihre Windows-Kollegen aktuelle Betriebssyteme aufzuspielen, Snow Leopard hält sich aber deutlich länger. Der Hauptgrund dürfte die fehlende Unterstützung von PPC-Software in den OS-X-Versionen von Lion aufwärts sein.

Apple hat bekräftigt, künftig alljährlich sein Mac-Betriebssystem zu aktualisieren, schon im Sommer oder dem frühen Herbst steht das Update auf den Mavericks-Nachfolger an. Den Support für Lion könnte Apple dann einstellen, hält der Upgrade-Trend an, ist womöglich nur noch jeder zehnte Mac damit unterwegs. Lion wäre dann aber gerade einmal drei Jahre alt.

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