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Apple stellt auf Intel-Prozessoren um

06.03.2006 | 14:51 Uhr |

Im Sommer 2005 überraschte Apple mit der Ankündigung, seine Computer auf Intel-Prozessoren umzustellen. Den Switch hat Apple 14 Monate später mit der Vorstellung des Mac Pro und der Ankündigung des ab Oktober erhältlichen Xserve abgeschlossen.

Die Bombe platzte am 6. Juni 2005: Auf der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco kündigte Apple-Chef Steve Jobs die Abkehr von der Power-PC-Plattform an. Bis zum Jahresende 2006 wolle man die komplette Hardware auf Intel-Prozessoren umstellen .

Früher als erwartet stellte Apple dann das erste Gerät mit einem Intel Core Duo vor, der eben erst renovierte iMac G5 erhielt auf der Mac World Expo im Januar das neue Doppelkern-Herz. Macwelt hat die neuen Geräte bereits ausführlich getestet .

Sorgenkind bei Apple waren die mobilen Rechner, die Powerbooks waren wegen Probleme mit dem Stromhunger und der Wärmeentwicklung vom kräftigen G5-Prozessor ausgeschlossen und arbeiteten alle noch mit einem G4-Chip. Dementsprechend sehnsüchtig erwarteten die Anwender neue Modell. Das erste stellte Jobs ebenfalls im Januar vor – das neue Macbook Pro . Ende Februar lieferte Apple die ersten Geräte aus, eines davon konnten wir bereits testen .

Apple hat auf einem Special Event am 28. Februar die nächste Generation der Mac Mini vorgestellt. Auch das untere Preissegment hat den Sprung auf die Intel-Plattform bereits hinter sich, den Mac Mini gibt es in zwei Varianten, erste Testberichte liegen auch bereits vor.

Am 24. April legt Apple im mobilen Bereich nach. Das Macbook Pro mit 17-Zoll-Display ersetzt den G4-Vorgänger und bringt die vom 15-Zoll-Macbook-Pro bekannten Neuerungen wie eingebaute iSight, MagSafe, Apple Remote und selbstverständlich den Intel Core Duo als Prozessor. Das Macbook Pro 17 Zoll arbeitet mit einem 2,16-GHz-Prozessor.

Apples Mobilreihe ergänzt seit dem 16. Mai das Macbook , das es in schwarz oder weiß zu kaufen gibt. Ausdrücklich bezeichnet Apple den mit Intel Core Duo Prozessor ausgestatten 13-Zöller als Nachfolger sowohl für das iBook als auch für das 12-Zoll-Powerbook.

Auf der WWDC 2006 schließt sich der Kreis. 14 Monate und zwei Tage nach der überraschenden Ankündigung des Intel-Wechsels stellt Steve Jobs in seiner Keynote zur Entwicklerkonferenz den auf Xeon-Chips basierenden Mac Pro vor. Während der Profi-Desktop-Rechner ab sofort in beliebigen Build-to-Order-Varianten mit jeweils zwei Dual-Core-Prozessoren zwischen 2 GHz und 3 GHz Taktrate erhältlich ist, kommt die Server-Variante für das Rack Xserve im Oktober in den Handel.

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