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Apple stellt ersten europäischen iPhone-Partner vor

18.09.2007 | 10:56 Uhr |

Apple hat heute in London seinen ersten europäischen Partner für das iPhone vorgestellt. In Großbritannien und Nordirland wird O2 das iPhone ab dem 9. November für 390 Euro anbieten, monatlich kostet das Telefonieren und Surfen zwischen 50 und 80 Euro.

In den letzten Wochen hat immer mehr darauf hingedeutet, dass Apple für das iPhone in Europa mehr als einen Exklusivpartner wählt. In Deutschland - dazu in den Niederlanden, Österreich und einigen osteuropäischen Ländern - habe T-Mobile den Zuschalg erhalten, was der Provider morgen öffentlich verkünden wird. In Frankreich steht Orange bereit, in Großbritannien O2. Apples Führungsriege ist höchstpersönlich nach Europa gereist, um den Startschuss für das begehrte Handy zu geben.

Gleich zu Beginn des Special Events "Mum is no longer the word" in London kündigte Apple-CEO Steve Jobs vor rund 100 Pressevertretern an, das iPhone werde in Großbritannien mit dem Partner O2 zu haben sein. Der Provider sei "einfach der Beste" gewesen - und für die Briten derjenige, der sich am "meisten wie zu Hause" anfühle. Ab dem 9. November werde das Handy mit 8 GB Kapazität für 269 Pfund (etwa 390 Euro) zu haben sein.

O2 bietet iPhone-Käufern drei verschiedene Tarife an, die monatlich 35, 45 oder 55 britische Pfund kosten (50, 65 und 80 Euro). Die Verträge laufen jeweils 18 Monate lang. Der Tarif für 35 Pfund beinhaltet 200 Freiminuten sowie 200 SMS. Zahlt man monatlich 45 Pfund, sind 600 Minuten und 500 Kurznachrichten inklusive. Im teuersten Tarif erhält man 1.200 Gesprächsminuten und 500 SMS monatlich. O2 hat das Surfen im Internet auf maximal 1.400 Seitenaufrufe pro Tag beschränkt. Zudem sehen die Vertragsbedingungen von O2 eine „faire Nutzung vor“. Danach sollte man nicht mehr als 80 Stunden im Monat auf das Internet zugreifen, ansonsten behält sich der Konzern zusätzliche Gebühren vor.

Das iPhone ist in Großbritannien - und damit wohl auch auf dem Festland – so ausgestattett wie die US-Version. Daten überträgt es also per Wi-FI oder im EDGE-Netzwerk, von UMTS oder einem anderen Mobilfunkstandard der dritten Generation ist nach wie vor nicht die Rede. O2 will in den Ausbau seines EDGE-Netzes weiter investieren, derzeit gebe es nur eine Netzabdeckung von 30 Prozent.

Mit O2 kann Apple das zusammen mit AT&T entwickelte Visual Voicemail verwirklichen. Zudem hat der Mobilfunkprovider mit Cloud, dem Betrieber von 7.500 Wi-Fi-Hotspots auf der Insel getroffen, der iPhone-Besitzern kostenlosen Zugang zum Internet ermöglicht. Beim Vertrieb kooperieren Apple und der Carrier mit der Warenhauskette Carphone Warehaouse, das iPhone wird an rund 1.300 Verkaufsstellen im Land zu haben sein.

Steve Jobs begründet vor der versammelten Presse den Verzicht auf UMTS. Die Chipsets seien wahre Energieverschwedner und würden die Akku-Laufzeit des iPhone um zwei bis drei Stunden verkürzen. Der iTunes Wi-Fi Music Store soll noch in diesem Monat in UK an den Start gehen, ob Starbucks ein ähnliches Angebot wie in USA aufbauen wird, konnte Jobs unter Verweis auf die Verantwortlichen bei der Kaffeehauskette nicht sagen. Starbucks baut derzeit in den USA seine Infrastruktur für die Kooperation mit Apple aus.

Das Thema Unlocking strift Jobs zusammen mit dem O2-CEO Matthew Key auf Nachfrage der Presse und bezeichnet es als "Katz-und-Maus-Spiel", das man so ähnlich von der Thematik iPod und Musik kenne. Man müsse sich immer nur fragen, wer die Katze und wer die Maus ist: "Wir müssen immer einen Schritt vor ihnen sein."

Angesprochen auf die Verhandlungen mit europäischen Providern erklärt Steve Jobs, Apple habe diejenigen finden wollen, die am besten passten. Dabei habe man eine Menge "enttäuschter Flirts" hinterlassen, als man sich für O2 entscheidete. Wer mit Apple in anderen europäischen Ländern kooperiere, wollte Jobs noch nicht verraten: "Wir sind hier um UK und O2 zu sprechen, nichts weiter."

Eine Preisgarantie für das iPhone will Jobs nicht geben. Derzeit habe man keine Pläne, den Preis zu senken, es sei aber sicher, dass diseer wie bei jeder Technologie in der Zukunft fallen werde. Schließlich arbeite Apple bereits am nächsten iPhone und dessen Nachfolger, was die Kunden auch von Apple erwarteten.

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