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Apple streicht Stellen in der Abteilung iServices/iTools

11.05.2001 | 00:00 Uhr |

Umstrukturierungsmaßnahmen in der Abteilung, die bei Apple für iServices und iTools verantwortlich ist, führen dazu, dass "eine handvoll" Mitarbeiter ihren Job verlieren. Weitere Entlassungen seien nicht geplant.

Erst letzte Woche lobten Analysten Apple über den grünen Klee, da der Mac-Hersteller in schwierigen Zeiten nach nur einem Quartal mit roten Zahlen geschafft einen Umschwung herbeigeführt hat, ohne dabei Personal zu entlassen. Jetzt hat es offenbar doch einige Mitarbeiter erwischt, die "Umstrukturierungen" in der iServices-Abteilung zum Opfer fielen. Wie die US-Nachrichtensite Cnet berichtet , würden eine "handvoll Mitarbeiter", die sich um Erstellung und Pflege der iTools/iServices-Webseiten gekümmert und externe Firmen beraten hätten, ihren Job verlieren.

In einem offiziellen Statement betont der Mac-Hersteller, dass man sein Geschäft ständig überprüfe, um "maximale Effizienz" zu gewährleisten. In Folge dessen habe man beschlossen, die Abteilung iTools/iServices umzugestalten, als Anzeichen für weitere Entlassungen sollen diese Maßnahmen nicht gesehen werden. Im Januar hatte Finanzchef Fred Anderson versprochen, dass Apple vermeiden wolle, Arbeitsplätze im größeren Umfang abzubauen: "Da wir ein Innovator sind, ist das Talent [unserer Mitarbeiter] unser größtes Kapital. Wir wollen unsere Zukunft nicht verpfänden."

Welche Maßnahmen die Verantworlichen in Cupertino im Detail planen, ist nicht bekannt. Erst im februar, anlässlich der Macworld Expo Tokyo hatte Apple seine im Januar 2000 eingeführten iTools überarbeitet und stillschweigend iReview daraus entfernt. Neben der Möglichkeit Webseiten zu bewerten und weiter zu empfehlen, könnte in einem nächsten Schritt "KidSafe" wegfallen. Die "inverse Kindersicherung" hatte bewirkt, dass der anchwuchs an Papas oder Mamas Rechner nur Webseiten betrachten konnte, die das iServices-team frei gegeben hatte. Durch diese Maßnahme schränkt sich die Zahl der besuchbaren Seiten drastisch ein, zudem war deren Sprache in der Regel auf englisch beschränkt.

Zwei weitere iTools dürften von Schließung kaum betroffen sein. Der 20 MB große Speicherplatz auf der iDisk verknüpft das Mac-Betriebssystem mit dem Internet in einer eleganten Weise - unter Mac-OS X mountet man die virtuelle Festplatte mit einer einfachen Tastenkombination. Mehr als unwahrscheinlich dürfte auch sein, dass Apple den kostenlosen Grußkarten Service iCards von seinen Servern verbannt - als gering darf man den Aufwand der Administration einschätzen, die Grußkarten mit dem hohen Qualitätsanspruch tragen zudem postitiv zu Apples Image als Innovator bei. pm

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