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Apple streitet mit italienischer Behörde um Garantie

04.07.2012 | 09:31 Uhr |

Apple hat gegen die Entscheidung einer italienischen Wettbewerbsbehörde Berufung eingelegt, die der Ansicht ist, der Mac-Hersteller würde seine Kunden in Italien nicht ausreichend über die Garantiebestimmungen des Landes aufklären.

Apple ist jedoch der Ansicht, dass die Autoritá Garante della Concerrenza e del Mercato (AGCM) das aus dem EU-Recht abgeleitete Gesetz nicht richtig interpretiere, Apples Informationen zu Gewährleistungen für Defekte, die ein Gerät bereits bei der Auslieferung habe (zwei Jahre) und Garantie auf Schäden, die innerhalb eines Jahres auftreten, seien korrekt.

Apple bietet zudem seinen Kunden die Versicherung Apple Care an, die die Garantie für nach Auslieferung auftretende Defekte auf zwei oder drei Jahre verlängert. Das italienische Gesetz verlange jedoch eine kostenlose zweijährige Garantie, die AGCM hat gegen Apple bereits im Dezember 2011 eine Strafe über 900.000 Euro verhängt, weil Apple dies seinen Kunden nicht klar genug mache.

Apple verkaufe Apple Care für einen Zeitraum, in dem der Mac-Hersteller kostenlose Garantie geben müsste, meint die Behörde. Eine Berufung hatte Apple im März verloren, am Montag drohte die AGCM mit einer weitere Strafe in Höhe von 300.000 Euro, gegen die Apple sich nun laut der Nachrichtenagentur Reuters wehrt. Zur Begründung gibt Apple an, die AGCM würde das Gesetz falsch interpretieren, Apple habe eine Reihe von Maßnahmen getroffen, um das italienische Recht zu erfüllen. Im schlimmsten Fall droht Apple ein Verbot zur Ausübung seiner Geschäfte in Italien für 30 Tage.

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