Zehn Monate lang war Donald J. Rosenberg Chef-Jurist und als Senior Vice President Mitglied im Apple-Vorstand. Auf den einstigen IBM-Mann folgt nun nun einer von Oracle: Daniel Cooperman übernimmt ab 1. November Rosenbergs Positionen, wie Apple Anfang Oktober ankündigt. Einfach ist der Job als Jurist in Cupertino nicht, die Gründe für Rosenbergs Ausscheiden aber sind unbekannt. Apple muss sich in Gerichtsverfahren und Ermittlungen der Börsenaufsicht den Vorwurf von Unregelmäßigkeiten und Dokumentfälschungen gefallen lassen, die im Zusammenhang mit rückdatierten Aktienoptionen stehen. Rosenberg hatte den Job erst im November 2006 von Nancy Heinen übernommen, die im Mai 2006 die Firma - angeblich im Streit mit Steve Jobs - verlassen hatte. In ihr sieht die Börsenaufsicht eine der Hauptverantwortlichen. Darüber hinaus muss sich in Kartellverfahren der Europäischen Kommission stellen. Daniel Cooperman war die vergangenen zehn Jahre beim Datenbank-Riesen Oracle, dort zuletzt ebenfalls als Justitiar und Vorstandsmitglied. Apples Pressemitteilung zitiert den CEO Steve Jobs mit den Worten: "Dan wird unser Team hervorragend ergänzen und passt hervorragend zu unserer Unternehmenskultur. Er ist ein ausgemachter Profi mit großer Erfahrung in Angelegenheiten mit der Börsenaufsicht, bei geistigem Eigentum, Rechtsstreitigkeiten und der verantwortungsvollen Unternehmensführung."
Donald Rosenberg dankt Jobs in dürren Worten und wünscht für zukünftige Herausforderungen alles Gute. Als Trostpflaster besitzt er ein Aktienpaket im Wert von mittlerweile über 30 Millionen Euro. Nur einen Tag später wird Rosenbergs Wechsel zum Chiphersteller Qualcomm bekannt. Der neue Arbeitgeber ist in eine ganze Reihe von Gerichtsprozessen verwickelt: Aktuell führt Qualcomm Prozesse gegen Unternehmen wie Broadcom und Nokia aufgrund von Patentstreitigkeiten, die EU-Kommission hat ein Verfahren wegen Missbrauchs gegen das Unternehmen eingeleitet.
Adobe erweitert sein Angebot um eine webbasierte Textverarbeitung. Der Softwarehersteller hat überraschend das amerikanische Startup Virtual Ubiquity übernommen, welches die Online-Textverarbeitung Buzzword entwickelt hat. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters hat Adobe am heutigen Montag bekannt gegeben, Virtual Ubiquity für eine nicht näher genannte Summe zu übernehmen. Das Startup hat mit Buzzword eine Textverarbeitung entwickelt, die sich wahlweise im Webbrowser oder als eigenständiges Programm nutzen lässt. "Wir haben nach einer Technologie gesucht, um ein modernes Textverarbeitungsprogramm zu erschaffen", sagte Adobes Manager Erik Larson der Nachrichtenagentur Reuters. "Die gemeinsame Arbeit an einem Dokument ist ein ungelöstes Problem, und wir glauben, dass wir es lösen können“, so Larson. Buzzword fügt sich nahtlos in Adobes AIR-Strategie ein. Mit Adobe Integrated Runtime (AIR) will der Konzern eine Plattform für webbasierte und multimediale Anwendungen schaffen. Als Basis dient Adobe die weit verbreitete Flash-Technologie, AIR soll unabhängig von der Plattform arbeiten. Flash wertet Adobe zudem auf und setzt mit einem Mediaplayer eine Konkurrenz zu Quicktime und iTunes in die Welt: Als öffentliche Beta stellt der Softwarekonzern Anfang Oktober den neuen Adobe Media Player (AMP) vor, der nicht nur Flash-Inhalte abspielt und lokal speichern, sondern auch als Podcast-Client genutzt werden kann. Inhalte-Anbieter können über Digitales Rechtemanagement ihren Content mit einem Kopierschutz versehen und mit Werbung verknüpfen, in den Vereinigten Staaten steuern unter anderem Yahoo, CBS und der öffentliche Fernsehsender PBS Inhalte bei. Die Beta-Version in englischer Sprache steht für Windows-Systeme und für Macs zur Verfügung, der Player stellt das Backend beim Benutzer dar für mit AIR erstellte multimediale Inhalte.
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