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Apple und FBI vorm Kongress; kein Quellcode an China

20.04.2016 | 09:33 Uhr |

Nun streiten sich Apple und FBI vor dem Kongress, wie ihre Kooperation gelingen soll. Indes bekommt China eine Absage erteilt.

Vor einem Komitee des US-Kongresses loten Vertreter Apples und des FBI aus, wie sie kooperieren könnten, um künftig von Verdächtigen genutzte Verschlüsselungen von Kommunikationsgeräten gesetzeskonform zu behandeln. Apples Rechtsvorstand Bruce Sewell lehnt weiterhin vom FBI geforderte Hintertüren in Betriebssysteme ab und kritisierte das Vorgehen der Behörde, im San-Bernardino-Fall Hacker für das Entschlüsseln bezahlt zu haben .

Amy Hess, Wissenschafts- und Technologie-Chefin des FBI betonte aber, ihre Behörde habe nicht die Ressourcen, eigene Teams aufzubauen, die sich um das Entschlüsseln gesicherter Computer kümmern könne, man sei dort auf die Hilfe der Hersteller angewiesen. Es müsse einen Weg geben, dass diese den Strafverfolgern nach richterlicher Anordnung lesbare Daten übermitteln könnten, wie sei das machten, sei letztlich egal.

Die Positionen scheinen weiterhin unvereinbar, denn eine starke Verschlüsselung zeichnet sich eben dadurch aus, dass in endlicher Zeit sie ohne den Schlüssel nicht aufzubekommen ist, auch nicht vom Anbieter selbst. Es sei denn, dieser ließe Hintertüren offen...

In der gleichen Anhörung erklärte Sewell, die chinesische Regierung sei sogar einen Schritt weiter gegangen als das FBI und habe Apple nach dem Quellcode von iOS gefragt. Apple habe dieses Ansinnen abgelehnt.

Unseren Hintergrundsartikel zu dem San-Berdnardino-Fall finden Sie hier.

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