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Apple und Google gegen schwache Verschlüsselung

10.06.2015 | 10:48 Uhr |

Momentan gibt es regen Schriftverkehr zwischen Washington und Silicon Valley: Große IT-Unternehmen protestieren gegen legale Mittel, die die Geräte-Verschlüsselung aufheben sollen.

Zwei große US-Amerikanische IT-Organisationen - Information Technology Industry Council und Software & Information Industry Association - haben einen Brief an Präsident Obama geschrieben. Darin verlangen sie von der Politik, die Mittel gegen die Verschlüsselung der Daten nicht zu legalisieren. Unterschrieben haben den Brief Apple, Facebook, Google, Twitter und andere große IT-Firmen aus den USA. "Wir sind gegen jegliche politische Aktionen oder Lösungen, die die Verschlüsselung als ein effektives und zugängliches Mittel aushebeln. Dies würde die Sicherheit der Produkte und Dienstleistungen gefährden und sie so anfälliger für Missbrauch machen. Dies wiederum mindert das Vertrauen unserer Nutzer in unsere Fähigkeit, ihre Daten zu schützen."

Momentan findet in den USA ein Ringen zwischen Geheim-Diensten und großen IT-Firmen statt. So verlangt der FBI-Vorsitzende Comey legale Wege, um an die Daten der Nutzer zu kommen. Apple, Google & Co. haben sich Datensicherheit auf die Fahnen geschrieben - deren aktuelle Software bietet ziemlich zuverlässige Mittel gegen Datenanzapfen und Abhören.

Erst vor wenigen Wochen haben sich die gleichen Firmen in einem offenen Brief an Washington gewendet, keine legale Backdoors zu  verschlüsselten Daten der Nutzer zu erlauben. Die Firmen haben dazu gute Gründe: Nach den Enthüllungen von Edward Snowden 2013 schwindet das Vertrauen in Anbieter aus den USA. Die Information Technology & Innovation Foundation schätzt deswegen die realen Verluste im US-Amerikanischen IT-Sektor auf mehr als 35 Milliarden US-Dollar.

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