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Apple und Google wegen Turn-by-Turn-Navigation zerstritten

27.09.2012 | 06:41 Uhr |

Warum Apple in iOS 6 eine eigene Karten-App mit Material aus unterschiedlichen Quellen und einer Routenplanung mit gesprochenen Anweisungen von Tomtom statt Google Maps verwendet, will der Blog AllThingsD erfahren haben.

Knackpunkt sei eben die Navigation mit Sprachanweisung gewesen, die Apple geradezu gezwungen habe, eine eigene Lösung zu entwickeln. Während Routenplanung mit Sprachanweisungen seit Jahren in Android zur Verfügung steht, war diese Funktion nicht Gegenstand der Lizenzierung von Google Maps durch Apple. Die Quellen von AllTHingsD berichten, Apple habe diese Funktion sehr gerne haben mögen, im Wettbewerb mit Android sei es für iOS von Nachteil, wenn Autofahrer ständig auf das Display zu sehen hätten, um ihren Weg zu finden. Google sei aber nicht willens gewesen, die Daten dafür an Apple und seine konkurrierende Plattform zu übergeben. Google hätte das nur zu bestimmten Bedingungen getan, berichtet AllTHingsD weiter, die Apple alle ablehnte, etwa Branding innerhalb der App oder den Einsatz von Google Latitude. Apple habe darüber die Verhandlungen um eine weitere Lizenzierung abgebrochen, sich nach und nach Expertise eingekauft und eine eigene Entwicklung auf den Weg gebracht.

Die Kritik an Apples Maps ist jedoch groß, anscheinend hat Apple gehofft, weiter gekommen zu sein. Google wird womöglich noch in diesem Jahr native Karten-Apps für iPhone und iPad anbieten, in der Zwischenzeit sind Freunde der Google-Maps auf den Browser angewiesen.

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