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Apple und Samsung halten Schlussplaidoyers

30.04.2014 | 10:59 Uhr |

Im zweiten Prozess Apples gegen Samsung ist nun die Jury am Zug, nachdem am Montag die Anwälte beider Seiten ihre Schlussplaidoyers gehalten haben.

Apples Vertreter Harold McElhinny wiederholte dabei die von Apple erhobenen Vorwürfe: "Samsung hat Telefon für Telefon, das in der Entwicklung war, abgeändert, um Funktion für Funktion vom iPhone zu kopieren." Apple habe dafür ausreichend Beweise vorgelegt, die konkreten Patentverletzungen von zehn Smartphones und Tablets von Samsung müssten zu einem Schadensersatz in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar führen. Samsungs Anwalt John Quinn zweifelt in seiner Gegenargumentation vor allem die Marketingstudie an, die der Apple-Experte John Hauser durchführte und darin die Höhe des Schadensersatzes errechnete. Diese Studie sei "Augenwischerei", Hauser sei von Apple dafür bezahlt worden: "Glauben Sie ihren Instinkten und folgen Sie dem gesunden Menschenverstand. Diese Studie ist wertlos." Samsung müsse sich auf unfaire Angriffe kaprizieren, entgegnete der zweite Apple-Anwalt Bill Price, der das letzte Wort hatte. Der koreanische Konkurrent habe "nie die Fakten oder das Gesetz" auf seiner Seite gehabt.

Die Jury muss sich nun durch ein 12seitiges Verdikt arbeiten und rund 200 Entscheidungen zu einzelnen Produkten und Patenten treffen. Gegebenenfalls müssen die acht Geschworenen auch darüber entscheiden, ob sich die koreanische Samsung-Zentrale oder die US-Tochter der Patentverletzung schuldig gemacht habe. Am Ende der Urteilsfindung wird zudem eine Schadensersatzsumme stehen. In bisherigen Prozessen wurde Samsung zu insgesamt fast einer Milliarde US-Dollar Schadensersatzzahlungen an Apple verurteilt.

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