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Apple lehnt Vergleich im E-Book-Prozess ab

17.08.2012 | 10:29 Uhr |

Apple hat in einem Memorandum an das zuständige New Yorker Gericht den vom US-Justizministerium (Departement of Justice, DOJ) vorgeschlagenen Vergleich abgelehnt.

Dieser würde laut Apple die mit Publishern über ein Agenturmodell geschlossenen Verträge beenden und neu schreiben, "bevor auch nur ein einziges Dokument Zeugen vorgelegt wurde und bevor ein Gericht die Fakten diskutiert" habe. Apple könnte effektiv für zwei Jahre keine neuen Verträge mit Verlagen über ein Agenturmodell abschließen, in denen Apple und die Verlage Preise für elektronische Bücher festlegen und nicht Retailer wie Amazon.

Im April diesen Jahres hatte das DOJ Apple und fünf Verlage wegen Preisabsprachen verklagt, die gegen Amazon gerichtet waren, wo E-Books meist nur 9,99 US-Dollar kosten. Apple argumentiert, nur mit einem Agenturmodell ein Gegengewicht gegen das Quasi-Monopol von Amazon schaffen zu können und damit den Wettbewerb eher zu fördern als zu behindern. Es sei nicht im öffentlichen Interesse, dass der Markt für E-Books zu einer Situation zurückkehre, in der ein Monopolist die Preise bestimme und dabei auch Verluste für einzelne Titel einkalkuliere. Apple habe sich nie an illegalen Preisabsprachen beteiligt, heißt es weiter. Der Prozess könnte im Jahr 2013 vor Gericht gehen.

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