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Kommentar: Profis unerwünscht?

27.04.2012 | 12:39 Uhr |

Der Mac Pro ist veraltet, Apples Profisoftware verdient diese Bezeichnung kaum noch und OS X wird immer mehr zu iOS X. Apple sollte sich wieder mehr für Profis interessieren.

Mac Pro 2010 mit Cinema Display
Vergrößern Mac Pro 2010 mit Cinema Display

Final Cut Pro X war ein Debakel, ein Remake von Logic Pro ist lange überfällig, der Mac Pro ist technisch ein alter Hut. Glaubt man den Gerüchten, soll nun auch noch das 17 Zoll Macbook Pro sterben . Was hat Apple vor? Das alles deutet doch daraufhin, dass man sich von den Profis abkehrt und auf noch intensiveren Schmusekurs mit den Konsumenten geht. Kommen jetzt die Billig-Macs? Masse statt Klasse? Ganz so einfach ist das sicherlich nicht. Dass es Final Cut Pro X überhaupt gibt, ist ein klarer Hinweis darauf, dass es sich Apple mit den Profis nicht komplett verscherzen will. Und die letzten Updates der Video-Software weisen zumindest grob in die richtige Richtung. Ähnliches gilt für den High-Speed-Anschuss Thunderbolt, den hauptsächlich Profis nutzen und der sind inzwischen in allen aktuellen Macs findet.

Auf den Mac Pro kann Apple gut verzichten. Der iMac bietet inzwischen genug Leistung, um Profis zufriedenzustellen, zumindest dann, wenn man fette externe Massenspeicher per Thunderbolt anbindet. Anders sieht das mit dem 17 Zoll Macbook Pro aus. Videoprofis und Fotografen werden sich kaum mit einem 15-Zoll-Modell zufrieden geben. Und hier kommt der Faktor Renommee ins Spiel. Apples guter Name beruht zu einem erheblichen Teil darauf, dass der Computer mit dem Apfel gerne von Profis aus der Medienbranche benutzt wird und diese keine Gelegenheit auslassen, den leuchtenden Apfel wie beiläufig in Filmen und Werbebilder zu platzieren. Es entstünde ein enormer Image-Schaden für Apple, würden dort zunehmend die Logos von HP oder Dell auftauchen.

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