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Apple und die grüne Weste

03.05.2007 | 15:25 Uhr |

Am gestrigen Mittwoch hat Apple in Sachen Umweltschutz Stellung genommen. Steve Jobs listet in einem offenen Brief auf, welche Anstrengungen Apple unternimmt, um umweltfreundliche Produkte herzustellen. Das einzig Überraschende an der PR-Offensive aus Cupertino: Sie kommt ziemlich spät.

Kritisiert wird Apple für seine Umweltbilanz schon seit vergangenem Herbst. Im August 2006 veröffentlichte Greenpeace die Liste "Grüne Elektronik" und warf dem Mac-Hersteller Versäumnisse in Sachen Umweltschutz vor. Lange Zeit mauerte das Unternehmen, das für seine rigide Informationspolitik bekannt ist. Man lehne die Bewertungskriterien von Greenpeace ab, vermeldete die Unternehmenszentrale knapp. Apple hat Erfahrungen, wie man Produktneuigkeiten wie das iPhone lange geheim hält.

Mit öffentlicher Kritik umgehen – das war neu für Apple.

"Wir sind gut und reden nicht darüber"

Rund neun Monate dauerte es daher, bis Steve Jobs mit seinem Brief einen Befreiungsschlag versucht. Apple, so der Unternehmens-Chef in seinem Schreiben, sei in vielen Fällen den Konkurrenten in Sachen Umweltschutz voraus. Das Problem sei vor allem ein "Kommunikationsproblem" – man habe "die Dinge, die wir gut machen, nicht gut genug kommuniziert".

Allerdings, in einigen Bereichen kündigt Steve Jobs Verbesserungen an. Der Apple-Chef nennt dabei Greenpeace mit keinem Wort, von "einigen Umweltschutzgruppen" ist die Rede.

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