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Apple untersucht Arbeitsbedingungen bei Pegatron

30.07.2013 | 09:41 Uhr |

Nach einem Bericht der in den USA ansässigen Organisation China Labor Watch (CLW) über schwere Verletzungen von Arbeitsgesetzen in den Fabriken des Zulieferers Pegatron will Apple die Zustände in den Fabriken des Foxconn-Konkurrenten genauer untersuchen und Abhilfe schaffen.

Die CLW hatte berichtet , Pegatron würde verstärkt Minderjährige einsetzen, es mit der Arbeitssicherheit nicht so genau nehmen und die Arbeiter zu bis zu 80 Überstunden im Monat zwingen, schlecht bezahlen und erbärmlich unterbringen. Apple habe von diesen ausbeuterischen Maßnahmen indirekt profitiert, da Pegatron für günstigere Preise als etwa Foxconn fertige. Apple hatte in den letzten Monaten immer mehr Teile seiner Produktion von Foxconn zu Pegatron verlagert. Angeblich soll Pegatron für Apple das ominöse Billig-iPhone bauen. Pegatron ist jedoch keine Apple-Tochter, sondern ein unabhängiger Zulieferer, der auch für andere Elektronikfirmen fertigt. Apple ist im Bericht der CLW vor allem deshalb so prominent genannt, da der Name des iPhone-Herstellers Aufmerksamkeit verspricht. Apple stellt jedoch in seinem Supplier Code of Conduct Anforderungen an seine Partner, etwa hinsichtlich der Arbeitszeiten. Mehr als 60 Stunden pro Woche sind nicht erlaubt, die CLW berichtet von durchschnittlichen Wochenarbeitszeiten in den Pegatron-Fabriken von bis zu 69 Stunden.

Gegenüber dem Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg erklärte die in Peking ansässige Apple-Sprecherin Carolyn Wu, die Vorwürfe der CLW seien neu für Apple: "Wir werden diese neuen Vorwürfe gründlich untersuchen und uns versichern, dass korrektive Maßnahmen wo nötig getroffen werden. Wir werden keine Verletzungen unseres Codes of Conduct tolerieren." Im Frühjahr 2012 hatte Apple nach wiederholten Vorwürfen gegen Foxconn die Fabriken des Zulieferers von der Organisation Fair Labor Association untersuchen lassen und Maßnahmen gegen Regelverletzungen eingeleitet.

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