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Apple verdient 40 Millionen Dollar

18.04.2002 | 13:37 Uhr |

Mit einer soliden Bilanz hat der Mac-Hersteller die Erwartungen der Börse übertroffen. Der Umsatz ist auf 1,5 Milliarden Dollar gestiegen.

München/Macwelt - Apple hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2001/2002 einen soliden Abschluss vorgelegt und profitierte von der starken Nachfrage nach seinen Rechnern.
Der Gewinn lag in dem am 30. März beendeten zweiten Quartal bei 40 Millionen Dollar oder elf Cents je Aktie gegenüber einem Gewinn von 43 Millionen Dollar oder zwölf Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten jedoch leidiglich mit einem Gewinn von 11 Cent pro Aktie gerechnet.
Der Umsatz legte um vier Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar zu. Apple verbuchte 45 Prozent des Umsatzes im Ausland. Dabei habe vor allen Dingen Europa mit "starken Zahlen" aufwarten können.
Apple lieferte während der Berichtszeit 813.000 Macs, acht Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dabei war die Nachfrage nach dem neuen iMac laut Apple-Chef Steve Jobs "unglaublich". 220 000 Stück will Apple von Januar bis März ausgeliefert haben. Mittlerweile seien die Manufakturen in der Lage, täglich 9.000 iMacs zu produzieren. Vor einem Monat hatte Steve Jobs in Tokyo noch von einem Ausstoß von 5.000 Rechnern am Tag gesprochen. Es bestehe nach wie vor ein "signifikanter Backlog", man hoffe aber, die Nachfrage in diesem Quartal befriedigen zu können.
Während sich Apple auch bei den Verkäufen des iBooks (141.000 Stück) und des iPod (75.000 Stück sich nicht beklagen kann, bereiteten hingegen zögerliche Verkäufe im Profi-Segment einige Sorgen. Nur 89.000 Powerbooks und 211.000 Power Macs konnte Cupertino im letzten Quartal absetzen. Finanzchef Fred Anderson schob die Zurückhaltung auf das Fehlen wichtiger Applikationen für Mac-OS X.
Dem "Winner" iMac sollen in Zukunft weitere "bemerkenswerte" Produkte folgen, die Apple in Entwicklung habe. Zudem mache man "einen großen Fortschritt beim Umstieg auf Mac-OS X", wie Steve Jobs versprach.
Seine eigene Ladenkette will der Mac-Hersteller weiter ausbauen, bis Ende des Jahres sollen in den USA 20 weitere Läden eröffnen. Nach wie vor ist nicht daran gedacht, die Ladenkette in das Ausland zu erweitern. Der Retail-Bereich bei Apple soll zum Ende des laufenden Quartals erstmals profitabel werden.
Apples Finanzchef zeigte sich ob des "soliden" Ergebnisses zufrieden, das man in der schwierigen Phase schwerweigender Änderungen in der Produktpalette erzielt hatte. Zum Quartalsende habe Apple 4,3 Milliarden Dollar liquide Mittel gehabt. Das Unternehmen rechnet im laufenden Quartal mit einem Umsatz von 1,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie solle gleich bleibend ausfallen oder gegenüber dem März-Quartal leicht zulegen.
Der Apple-Umsatz betrug in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2,9 (2,4) Milliarden Dollar. Apple verdiente 78 Millionen Dollar gegenüber einem Verlust von 152 Millionen Dollar in der entsprechenden Vorjahreszeit.
Wie Finanzchef Fred Anderson in der Bilanzpressekonferenz verriet, konnte Apple vom iMac mit CRT-Monitor im letzten Quartal noch 152.000 Stück verkaufen. Wann der Mac-Hersteller sein ehemaliges Erfolgsmodell endgültig aus dem Handle nimmt, verschwiegen die Verantwortlichen aus Cupertino. Man brauche jedoch auch auf lange Sicht einen Rechner für unter 1000 Dollar im Angebot, weshalb Ferd Anderson hinzufügte: "Lang lebe der originale iMac." pm

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