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Apple verdient 61 Millionen US-Dollar

18.07.2001 | 00:00 Uhr |

Obwohl Apple gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres Umsatzeinbußen von 19 Prozent hinnehmen musste, zeigt man sich in Cupertino zufrieden über die Geschäftszahlen des dritten Quartals.

Im Rahmen der Erwartungen ist Apples Gewinn im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2000/2001 ausgefallen. Wie der Mac-Hersteller am Mittwoch nach Börsenschluss in New York bekannt gegeben hat, betrug der ?berschuss im Zeitraum von April bis Juni 61 Millionen US-Dollar, pro Aktie bedeutet dies einen Reingewinn von 17 Cent. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Plus noch 200 Millionen US-Dollar oder 55 Cent pro Aktie betragen, im zweiten Quartal hatte Apples Gewinn bei 43 Millionen US-Dollar oder 12 Cent pro Aktie gelegen.

Der Umsatz hatte in den vergangenen drei Monaten ein Volumen von 1,475 Milliarden US-Dollar erreicht, 19 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Zeitraum von Januar bis März konnte Apple jedoch geringfügig zulegen, bei 1,43 Milliarden US-Dollar hatte der letzte Quartalsumsatz gelegen. Alle Verkäufe au?erhalb der USA haben zu 44 Prozent zum Ergebnis beigetragen.

Steve Jobs führte das positive Ergebnis auf "ein starkes Quartal" im Bildungsbereich zurück, in dem man ein signifikantes Wachstum von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr habe fest stellen können. Ebenso hätten 182.000 im fraglichen Zeitraum verkaufte iBooks sich postiv in den Bilanzen bemerkbar gemacht. Als das strategisch wichtigste Ereignis des Quartals sieht Jobs jedoch die Eröffnung zweier eigener Retail-Stores an, 23 weitere Läden will Apple noch in diesem Jahr der eigenen Kette hinzufügen. Insgesamt hätte Apple im letzten Quartal 827.000 Macs verkaufen können.

Nach Aussagen von Finanzchef Fred Anderson schaffe es Apple weiterhin, "in einem schwierigen Markt" profitabel zu sein und dabei die Ausgaben niedrig zu halten. Die Firma verfüge über Barreserven von 4,2 Milliarden US-Dollar, für das nun folgende Quartal erwarte man einen weiteren leichten Anstieg bei Umsatz und Gewinn. In den nächsten beiden Quartalen erhofft man sich einen durch Mac-OS X angekurbelten Umsatz, wenn mehr User auf das neue Betriebssystem und leistungsfähigere Hardware umsteigen wollen. Im vergangenen Quartal konnte Apple jedoch nur 200.000 Kopien von Mac-OS X absetzen. Weiterhin muss Apple auf Softwarehersteller hoffen, die ihre Programme erst nach und nach portieren. Der von Steve Jobs noch Anfang des Jahres für den Sommer versprochene Peak an Veröffentlichungen blieb bislang aus.

In die Bilanz gingen auch sieben Millionen US-Dollar Gewinn aus Kapitalgeschäften ein, denen jedoch auch sieben Millionen US-Dollar an Investitionen durch die ?bernahme von Power School gegenüberstehen.

Besonders schwach lief das Geschäft im 3. Quartal für Apple in Europa. Während das Unternehmen in Amerika und Asien seinen Umsatz um über 20 Prozent steigern konnte, sank der Umsatz in der Region "Europa, Nahost und Afrika" um 24 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal. "Wir sehen in Europa nun auch die Trends, die wir bereits vor sechs bis neun Monaten in Amerika und Asien gesehen haben", sagte Apples Finanzchef, Fred Anderson. Die Umsätze in der Region stabilisierten sich jedoch wieder.

In Deutschland steht Apple besser dar: "Das vergangene Quartal lief für Apple in Deutschland sehr gut", sagte Frank Steinhoff, Geschäftsführer Apple Deutschland der dpa. "Die deutschen Verbraucher setzen sehr stark auf mobile Geräte. Neben dem PowerBook G4 ist das Einsteiger-Notebook iBook ein Renner." Rückschläge musste Apple beim Würfel-Computer G4 Cube hinnehmen, der nicht den erhofften Markterfolg fand und von Apple inzwischen eingestellt wurde.

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