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Apple verhandelt mit China Mobile über iPhone

17.05.2012 | 00:49 Uhr |

China ist für Apple nicht nur der wichtigste Arbeitsmarkt, sondern gewinnt immer mehr als der größte mögliche Absatzmarkt an Bedeutung.

China Mobile ist derzeit der größte Mobilfunkanbieter mit einer Nutzerbasis von 667 Mio. Kunden. Gestern hat der Geschäftsführer Xi Gouhua gegenüber Bloomberg bestätigt, dass Apple mit dem Provider über Vertrieb von iPhones in China verhandelt. Wie gewohnt bleibt die Reaktion seitens Apple aus.

Die Kooperation mit China Mobile wäre aber der nächste logische Schritt für die Expansion in Asien. Zur Zeit vertreibt Apple seine Smartphone-Modelle über kleinere Anbieter China Unicom und China Telecom. China Unicom kommt auf gerade 10 Prozent des chinesischen Marktes (150 Mio. potentielle Kunden), durfte aber bis März diesen Jahres der alleinige Anbieter des iPhones sein.

Bis jetzt hat Apple den chinesischen Markt eher stiefmütterlich behandelt. So gab es kurz nach dem Verkaufsstart des iPhone 4S im Oktober 2011 Berichte aus dem größten asiatischen Land, dass der Preis für den Grauimport des neuen Smartphones aus den USA oder Australien bis zu 2.000 US-Dollar betrug. Apple verzögerte den Verkaufsstart trotzt großer Nachfrage über drei Monate bis Januar 2012. Zusätzlich dazu hat man den chinesischen Apple Store in Peking mit zu wenigen Geräten eingedeckt, so dass viele Kunden frustriert und ohne iPhone 4S nach Hause kehren mussten. Einige besonders wütende Besucher haben die Fassade von Apple Store gar mit Eiern beworfen.

In der letzten Zeit häufen sich Berichte, dass Apple seine Verkaufspolitik in China überdenkt. So steht der Konzern aus Cupertino kurz vor Abschluss der Verhandlungen mit dem Display-Hersteller Proview, der die Markenrechte fürs iPad hält. Tim Cook hatte das Land im März besucht und seine Reise für eine Unterhaltung mit dem Chef von China Mobile im Hauptquartier in Bejing benutzt.

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