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Verkaufsschlager iPad

06.04.2010 | 06:57 Uhr |

Apple scheint mit seinem iPad einen Volltreffer gelandet zu haben. Zum Verkaufsstart bildeten sich lange Schlagen vor den Läden in den USA. Allein am ersten Tag gingen mehr als 300 000 der Tablet-Computer über den Tresen. Das iPad werde den Markt umkrempeln, sagte Apple-Chef Steve Jobs am Montag im kalifornischen Cupertino. Bislang fristen Rechner mit berührungsempfindlichen Bildschirm ein Nischendasein. Apple mit seiner Marketingmaschine will das nun ändern.

iPad in Buffalo
Vergrößern iPad in Buffalo

Apple gelang wieder die Inszenierung: Extra bereitgestellte Mitarbeiter in blauen T-Shirts klatschen ohne Unterlass und heizten mit Jubelschreien die Stimmung an. Anfangs wurde jeder Kunde, der das gerade gekaufte iPad stolz über den Kopf hielt, mit Jubel von den noch Wartenden begrüßt. Die Schlangen lösten sich allerdings rasch auf und am Ende des Tages waren in vielen Läden noch Geräte verfügbar. Das «Wall Street Journal» stellte daraufhin bereits die Frage, ob Apple mit dem iPad den Erfolg von iPod, iPhone und seinen Mac-Computern wiederholen kann.

«Es klingt immer gut, wenn etwas ausverkauft ist», sagte Piper-Jeffrey-Analyst Gene Munster. Letztlich sei es aber besser, wenn genügend Geräte für den Verkauf zur Verfügung stünden. Apple unternimmt mit dem iPad nach Ansicht vieler Experten ein riskantes Abenteuer. Schon vor zehn Jahren hatte Microsoft versucht, die Menschen für Tablet-Computer zu begeistern. Der Software-Konzern scheiterte.

Bislang waren die schlanken Tablet-Computer mit ihren Touchscreens den Kunden zu teuer, zu kompliziert und schienen kaum Vorteile gegenüber klassischen Notebooks zu haben. Apple setzt bei seiner Variante auf seinem erfolgreichen iPhone auf. Dessen Apps lassen sich auch auf dem iPad starten. Medienhäuser liefern elektronische Bücher, Videos oder Nachrichten-Seiten zu. Gleich nach dem Auspacken luden die Käufer nach Angaben von Apple im Schnitt drei Apps sowie ein Buch herunter.

Die Schätzungen, wie viele iPads im ersten Jahr abgesetzt werden können, klaffen weit auseinander. Sie reichen von 3,0 bis 7,1 Millionen Stück. «Ich habe hohe Erwartungen», sagte Analyst Munster der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg. Beim Start des iPhone-Handys vor drei Jahren hatte Apple am ersten Wochenende 270 000 Stück verkauft, im ersten Jahr waren es 6,1 Millionen. (dpa)

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