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Apple verklagt Betreiber von Website

02.08.2000 | 00:00 Uhr |

Apple geht mit der Macht des Gesetzes gegen eine nicht näher genannte Website vor, die im Vorfeld der Macworld Expo Interna über neue Produkte ausgeplaudert hat.

Apple hat am Morgen des 2. August (Ortszeit) bei einem Gericht in Santa Clara, Kalifornien, Klage gegen einen nicht genannte Website-Betreiber eingereicht. Das "unbekannte Individium" - so Apple in einer lapidaren Erklärung - wolle man gerichtlich daran hindern, in Zukunft weitere Geheimnisse über in Entwicklung befindliche Produkte des Mac-Herstellers zu verraten, was zu wirtschaflichen Schäden geführt habe. Obwohl man in Cupertino bis dato keine Namen nennt, weisen Indizien darauf hin, dass es sich bei der betroffenen Site um AppleInsider handeln könne. Im Vorfeld der Macworld Expo in New York hatten als "Gerüchte-Seiten" klassifizierte Dienste wie MacNN, MacOS-Rumors und AppleInsider detailierte Berichte über bevorstehende Produktankündigungen auf ihre Seiten gestellt. Dabei war man der Wahrheit recht nahe gekommen, wie sich erweisen sollte. Auf Druck von Apple entfernten die meisten Sites die Berichte aus dem Netz, lediglich AppleInsider widersetzte sich der Aufforderung.

Apple will offenbar nun mit der Macht des Gesetzes eine Wiederholung verhindern, zu Recht, wie eine Apple nahe stehende Quelle Macwelt gegenüber meinte. Denn gerade der Abverkauf der nun veralteten bisherigen iMac-Modelle habe durch die verratenen Interna gelitten, wie man an den Umsatzzahlen des letzten Quartals erkenne. pm

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