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Apple verklagt iPod-Werkstatt

27.06.2008 | 10:30 Uhr |

Apple hat eine Reparatur-Firma verklagt, die Apple um rund 75.000 US-Dollar geprellt haben soll.

Apples Klage beruht auf gleich mehreren Punkten. Zum einen geht es dem Unternehmen um Markenrechte. Der Computerhersteller hatte die Firma bereits 2006 aufgefordert, den Namen iPod Mechanic nicht mehr zu verwenden. Damals willigte die Werkstatt ein, hat aber bis heute nicht reagiert. Zudem wirft Apple dem Dienstleister laut Apple Insider vor, systematisch Apples eigenen Austauschservice missbraucht zu haben.

So soll iPod Mechanic Apples Replacement-Programm ausgenutzt haben. Um einen defekten iPod auszutauschen, mussten die Kunden ein Formular ausfüllen und den defekten iPod einsenden. Mit einer gültigen Kreditkarte als "Bürge" können die Kunden den defekten iPod auch erst später einsenden. Tun sie dies nicht, wird der Betrag für das neue Gerät von der Kraditkarte abgebucht.

iPod Mechanic soll dies ausgenutzt haben. Laut Apple haben sie viele dieser Formulare ausgefüllt und dafür Austauschgeräte erhalten, aber nie ein defektes Gerät eingesendet. Wenn Apple den Betrag einziehen wollten, stornierte die Werkstatt die Buchung der Kreditkarte, indem sie bei der Kreditkartenfirma Einspruch einlegte.

Die iPods soll das Unternehmen mit Rabatt an seine Kunden verkauft haben. Über die Jahre sollen so 75.000 Dollar Schaden zusammen gekommen sein. Apple wirft der Firma noch eine weitere Masche vor. So sollen sie defekte iPods, deren Garantie abgelaufen war, mit ausgetauschten Gehäusen wieder auf aktuell getrimmt haben. Die eingravierte Seriennummer des neuen Gehäuses stammte in diesen Fällen von einem neueren iPod. So wälzte die Firma die Kosten für die Reparatur auf Apple ab.

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