965216

Apple verliert Shuffle-Streit und muss mit Gegenklage rechnen

26.02.2007 | 17:00 Uhr |

Der iPod-Hersteller und Luxpro Corp. streiten sich seit zwei Jahren um Patentverletzungen im Zusammenhang mit dem iPod Shuffle.

Luxpro Super Tangent MX-575D
Vergrößern Luxpro Super Tangent MX-575D

Ein Gericht hat jetzt in dritter Instanz entschieden, dass der Shuffle-Konkurrent sich ausreichend von Apples Original unterscheide. Die von Apple verklagte Firma will nun ihrerseits den Mac-Hersteller auf 100 Millionen US-Dollar Schadenersatz verklagen.

Zwei Gerichte beschäftigten sich bereits mit dem Fall. Nun hat die dritte Instanz zu Gunsten von Luxpro entschieden, schreibt die Engineering Times . Die Richter folgen damit dem Urteil ihrer Vorgänger. Während ein Bezirksgericht den Vertrieb der Shuffle-Kopie von Luxpro noch untersagt hatte, entschied ein höheres Gericht in Taiwan in zweiter Instanz zu Gunsten der Firma. Dieses Urteil bestätigten nun die Richter des obersten taiwanischen Gerichts. Apple hatte den Hersteller im Jahre 2005 vor einem Bezirksgericht in Shihlin verklagt, auf der Cebit mit seinem Super Shuffle, dann umbenannt in Super Tangent, eine Kopie des iPod shuffle der ersten Generation vorzustellen. Das Gericht hatte der Klage entsprochen und ein Verkaufsverbot der Kopien erlassen. Daraufhin klagte Luxpro vor dem nächsten Gericht gegen das Urteil und bekam Recht. Nun war wieder Apple an der Reihe und zog mit dem Fall vor das oberste Gericht in Taiwan, vor dem es den Prozess zum zweiten Mal verlor. Jetzt will der Hersteller der Shuffle-Kopie Apple auf Schadenersatz in Höhe von 100 Millionen US-Dollar verklagen. Außerdem wolle man die eigenen MP3-Player künftig auch in Europa und den USA auf den Markt bringen. In Japan und Thailand sind die Luxpro-Player bereits in den Läden zu finden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
965216