1995694

Apple verschärft Datenschutz-Bestimmungen

18.09.2014 | 13:05 Uhr |

Apple hat neue Datenschutz-Bestimmungen erlassen. Darin betont Apple die Daten seiner Kunden nicht verkaufen und auch keine Kundenprofile erstellen zu wollen. Außerdem äußerte sich der Apple-Chef zur NSA.

Apple will den Umgang mit seinen Kundendaten verbessern. Und hat deshalb neue Datenschutz-Bestimmungen veröffentlicht. Dazu gehört auch eine neue Webseite, auf der Apple erklärt, welche Daten es über seine Kunden sammelt und wie es damit umgeht. Diese neuen Datenschutzbestimmungen werden vor allem auch durch die Apple Watch, die in das iPhone 6 und in die Apple Watch integrierte Gesundheits-App und das neue Bezahlsystem Apple Pay nötig. Denn sowohl Gesundheits- als auch Finanzdaten verlangen nun einmal nach einem besonders vorsichtigen Umgang mit den damit verbundenen Daten.

Neue Datenschutz-Webseite

Auf der neuen beziehungsweise überarbeiteten Webseite zum Datenschutz beziehungsweise zur Privatsphäre - von Apple mit „Privacy“ überschrieben, auf Deutsch als „Apple Datenschutzrichtlinie“ bezeichnet - betont Apple-Chef Tim Cook, dass Apple keine Kunden-Profile auf der Basis von deren Mail-Inhalten oder Surf-Gewohnheiten erstellen wolle, um diese dann anschließend an Werbetreibende zu verkaufen. Apple wolle ganz bewusst nicht die Informationen, die iPhone- und iPad-Nutzer auf ihren Geräten oder in der iCloud hinterlegt haben, zu Geld machen. Und Cook betonte nochmals, dass Apple nicht die Mails und Kurznachrichten der Apple-Kunden lesen würde. Damit wiederholte er seine erst kürzlich gemachten Äußerungen zum Datenschutz bei Apple.

Zwei-Faktor-Authentifizierung eingeführt

Apple hat allen Grund sich zum Umgang mit seinen Kundendaten zu äußern. Denn der jüngste Skandal um die von Hackern aus der iCloud erbeuteten Nackt-Fotos von verschiedenen Prominenten hat am Ruf von Apple gekratzt. Apple hat darauf reagiert und mittlerweile die Zwei-Faktor-Authentifizierung optional für die iCloud eingeführt.

Wichtige Dienste per Zwei-Faktor-Authentifizierung schützen

Apple Watch macht Datenschützer nervös

Die gerade erst vorgestellte Apple Watch wiederum ist noch gar nicht erhältlich, da wird sie bereits wegen Datenschutz-Bedenken von US-Behörden kritisiert. Ein Staatsanwalt aus Connecticut will von Apple wissen, wie das Unternehmen mit den von der Apple Watch aufgezeichneten Gesundheitsdaten und anderen persönlicher Daten umzugehen gedenke. Apple hat diesbezüglich bereits versichert, dass alle Daten, die die Health-App aufzeichnet, verschlüsselt und mit einem Passwort geschützt werden.

Apple hat zusätzlich noch spezielle Datenschutzbestimmungen für Familien erlassen. Damit können Kinder unter 13 Jahren mit Zustimmung der Eltern eigene Apple IDs bekommen. Mit einem als "Ask to Buy"-Feature können die Eltern dann die App- und In-App-Käufe ihrer Kinder überwachen.

NSA und andere Schnüffler

Cook ging auch auf das heiße Thema „NSA“ ein. Er stellte klar, dass Apple niemals mit einer staatlichen Behörden irgendwo auf der Erde zusammen gearbeitet habe, um dieser per Backdoor Zugang zu seinen Produkten und den Daten der Kunden zu ermöglichen. Apple habe auch niemals staatlichen Diensten Zugang zu seinen Servern gewährt. Apple besitze zudem keine Möglichkeit um verschlüsselte iMessage-Nachrichten oder Facetime-Daten lesen zu können.







0 Kommentare zu diesem Artikel
1995694