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Analyst: Klage gegen HTC Warnschuss gegen andere Smartphonehersteller

10.03.2010 | 10:55 Uhr |

Laut Ansicht von Branchenkennern kämpft Apple deshalb juristisch gegen HTC, weil es ein Exempel statuieren wolle. Apple nehme die Verteidigung der eigenen Patente ernst, so die Experten.

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© Google

Apple klagt gegen den Smartphone-Hersteller HTC , meint aber die großen Smartphone-Hersteller und vor allen Dingen Google, behauptet der Oppenheimer-Analyst Yar Reiner unter Bezug auf Insider aus der Industrie. Seit Januar habe Apple hochrangigen Vertretern der großen Handy-Hersteller seiner "zunehmenden Unzufriedenheit" mit den Entwicklungen der Konkurrenz Ausdruck gegeben. Die hinter verschlossenen Türen gehaltenen Gespräche seien geradeheraus und teils einschüchternd gewesen.

Die Klage gegen HTC sei somit vor allen Dingen eine Drohung gegen andere und eine Bestätigung Apples, es mit der Verteidigung seiner Patente ernst zu nehmen. Eine ausbleibende Reaktion auf das Multitouch-fähige, von HTC gefertigte Google-Handy Nexus One hätten diverse Hersteller als Startsignal betrachtete, ebenso ihre Telefone mit Multitouch auszustatten. Nach Apples erster ernster Ankündigung vom Januar 2009, gegen Nachahmer vorzugehen, hatte zunächst Palm mit dem Palm Pre ein Multitouch-Handy gegen das iPhone positioniert. Dieses habe Apple jedoch nicht als Bedrohung angesehen und auf Patentklagen vorerst verzichtet, meint der Analyst. Andere Samrtphone-Hersteller verzichteten dagegen auf Multitouch und warten nun gespannt auf Apples Reaktion das Nexus One und Motorolas Milestone (Droid) betreffend.

HTC habe sich Apple vor allem deshalb als Gegner ausgesucht, weil Googles Android-Plattform der wahre Konkurrent für das iPhone sei. Andere Hersteller würden nun Workarounds für ihre Smartphones suchen oder sich gar von der Android-Plattform abwenden und auf Windows Mobile 7 setzen. Microsoft nutze laut Reiner die Gelegenheit, seine eigenen Patente als rechtssichere Alternative zu präsentieren.

Mutmaßlicher Stein des Anstoßes: Google Nexus One

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