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Apple verzichtet auf Rohstoffe aus Konfliktregionen

13.02.2014 | 12:41 Uhr |

In der jüngsten Ausgabe seines Supplier Responsibilty Reports bekräftigt Apple, Tantal nur aus zertifizierten Quellen zu beziehen. Die Lieferkette bei anderen Mineralien ist hingegen nicht lückenlos dokumentiert.

Apple versichert in der 2014er-Ausgabe seines Supplier Responsibility Reports , keine Mineralien aus Konfliktregionen wie dem Osten Kongos zu beziehen. Die dortigen Minen, in denen Erze wie Tantalit und Coltan unter unwürdigen Bedingungen geschürft werden, stehen unter Kontrolle von Bürgerkriegsmilizen, die sich mit den Einnahmen finanzieren. Die U S-Börsenaufsicht SEC zwingt Unternehmen seit 2012 dazu, ihre Quellen für Tantal offen zu legen. Apple hat nach eigenen Angaben die komplette Lieferkette von unabhängigen Gutachtern zertifizieren lassen und kann für konfliktfreies Material garantieren. Ein wenig komplizierter gestaltet sich die Situation bei anderen Rohstoffen wie Zinn. Wie Apple in dem Bericht darlegt, konnte noch kein lückenloser Nachweis über die gesamte Lieferkette gelingen, dass etwa kein Zinn aus Minen auf der indonesischen Insel Bangka stamme. Im Sommer letzten Jahres hatte Apple eine entsprechende Untersuchung in die Wege geleitet . Der Mac-Hersteller versichert jedoch, alle seine Zulieferer zu einer lückenlosen Dokumentation zu drängen. Im Falle der Tantal-Lieferanten ist es Apple gelungen, sie zur Zusammenarbeit mit unabhängigen Prüfern zu zwingen, erklärt Apples Senior Vice President of Operations Jeff Williams dem Wall Street Journal .

Apple aktualisiert seinen jährlich neu aufgelegten Supplier Responsibility Report jeden Monat. In den letzten Jahren legte Apple vor allem auf Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferern wert, im Report legte Apple immer wieder Fälle von Verstößen offen. Zulieferbetriebe, die sich etwa nicht an das Verbot von Kinderarbeit halten oder ihre Arbeiter zu übermäßigen Überstunden zwingen, droht Apple mit Kündigung der Geschäftsbeziehungen. Laut eigenen Angaben überprüft Apple die Arbeitszeiten von rund einer Million Arbeitern bei den Zulieferern, 95 Prozent der beauftragten Firmen würden sich an die Höchstarbeitszeit von 60 Wochenstunden halten.

Apple berichtet zudem von einer Akademie, die in einem 18-monatigem Curriculum Arbeiter über Umwelt, Gesundheit und Sicherheit schult. Der Mac-Hersteller dränge zudem 13 seiner Fabriken dazu, große Mengen des verbrauchten Wassers wieder aufzubereiten - pro Jahr würden 41 Millionen Kubikmeter gebraucht. Den Supplier Code of Conduct - die Verhaltensmaßregeln für Zulieferer - habe man zudem verschärft. Das Regelwerk umfasse mehr als 100 Seiten.

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