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Apple vs. Apple: Richter will am Mittwoch entscheiden

05.04.2006 | 12:45 Uhr |

Der Prozess der Beatles-Plattenfirma Apple Corps. gegen den Mac-Hersteller Apple Inc. könnte bald zu Ende gehen.

Apple vs. Apple
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Richter Edward Mann hat angekündigt, heute über ein Verbot entscheiden zu wollen, das Apple Inc. untersagen würde, das Logo des angebissenen Apfels im iTunes Music Store zu verwenden. Im Falle einer Verurteilung könnten die Eigentümer von Apple Corps. Schadensersatz von Apple Inc. fordern. Nach Ansicht von Experten könnte die Entschädigung Rekorderhöhen erreichen und die höchste je gezahlte Strafe außerhalb von Sammelklagen sein. Dass Apple im vollen Bewusstsein einer möglichen Verletzung des 1991 geschlossenen Vergleichs handelte, behauptet der Chef der Platenfirma Neil Aspinall vor Gericht. Vor drei Jahren, unmittelbar vor Eröffnung des iTunes Music Store, habe Steve Jobs die Markerechte an "Apple" für eine Million US-Dollar Apple Corps. abkaufen wollen. Aspinall habe jedoch abgelehnt. Er habe nicht erwartet, dass Apple Inc. tatsächlich versuchen wolle, seinen Namen und das Logo beim Verkauf von Musik einzusetzen. Jobs habe zudem vor etwa sechs Jahren ihm gegenüber zugegeben, dass er seine Computerfirma vor 30 Jahren nach der Plattenfirma der Beatles benannt habe.

Die Apple-Anwälte sagten zum Schluss der Beweisaufnahme jedoch aus, Neil Aspinall habe als Chef von Apple Records schon im Januar 2003 eine Vorführung des iTunes Music Store erhalten, drei Monate vor dessen Start. Dabei habe Aspinall keinerlei Einwände gegen Design und MArkenführung des Services vorgebracht.

Apple Inc. sieht nach wie vor keine Verletzung der Vereinbarung von 1991 gegeben, nach der sich Apple aus dem Musikgeschäft raushalten müsse, um seine Marke weiter behalten zu dürfen. iTunes-Direktor Eddy Cue sagte vor Gericht aus, er denke, dass das Logo in Verbindung mit dem Service des iTuens Music Store stünde und nicht mit den darin verkauften Inhalten.

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