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Ehemaliger Ingenieur: "Apple kann kein Internet"

27.11.2012 | 09:35 Uhr |

Apple muss sich im Kampf gegen Google warm anziehen, da der Konkurrent sein Produktdesign schneller verbessere als Apple seine Internetservices. Das meint der ehemalige Apple-Ingenieur Patrick B. Gibson in seinem Tumblr-Blog und bezeichnet Apples bisherige Internet-Aktivitäten als "völliges Desaster".

Als Versagen listet Gibson etwa die Unfähigkeit Apples auf, neue Produkte in seinen Online-Store einzustellen, ohne ihn für Stunden zu schließen, Game-Center-Spiele, die das gesamte Game-Center-Netz zum Absturz bringen können, Inkompatibilitäten der Benutzervernetzung zwischen Fotostream, Game Center und Find my Friends , die Notwendigkeit eines E-Mail-Kontos für die Synchronisation von Notizen und den gescheiterten Dienst Ping. Hinzu käme, dass iTunes und App Store weiterhin auf dem veralteten Web-Objects basiere und iMessage "nicht von dieser Welt" zu stammen scheine.

Gibsons Kritik ist ein wenig überzogen, so scheint die Abschaltung des Apple Store im Vorfeld von Produktvorstellungen eher die Aufmerksamkeit erregen zu wollen als von technischen Gründen verursacht. Game Center ist nicht das einzige Spiele-Netzwerk, das ab und an einen Ausfall erleidet, auch Xbox Live oder das PSN Network haben derartiges schon erlebt. Für die Synchronisation von Notizen verwendet Apple iCloud, das weit stabiler läuft als der direkte Vorgänger Mobile Me - dass dabei auch die E-Mail synchronisiert wird, sollte an sich kaum der Rede wert sein. iTunes und der App Store laufen trotz WebObjects ausnehmend zuverlässig, Ping ist vor allem an der Weigerung von Facebook gescheitert, eine Schnittstelle bereit zu stellen. Doch auch Google stellt ab und an mit großem Bohei angekündigte Dienste wieder ein, etwa Google Buzz oder Google Wave.

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