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Apple schließt seine Beweisaufnahme ab

14.08.2012 | 09:45 Uhr |

Im Prozess gegen Samsung hat Apple am Montag seinen letzten Zeugen befragt und seine Beweisaufnahme abgeschlossen.

Der Wirtschaftsprüfer Terry Musika versuchte dabei einen konkreten Schaden zu beziffern, der Apple durch die angeblich von iPhone und iPad kopierten Samsung-Geräte entstanden ist. Musika schätzt, dass Apple wegen der Galaxy-Produkte rund zwei Millionen Geräte weniger verkauft habe, was eine Umsatzeinbuße von 488 Millionen US-Dollar bedeute. Samsung hingegen habe mit den fraglichen Produkten einen Umsatz von 8,16 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 2,2 Milliarden US-Dollar erzielt. An Lizenzzahlungen für die Patente seien Apple zudem rund 21 Millionen US-Dollar entgangen, insgesamt betrage der Schaden, um den es vor Gericht geht, zwischen 2,5 und 2,75 Milliarden US-Dollar, rechnet der Finanzexperte laut The Verge vor.

Samsung hat nun die Gelegenheit, eigene Zeugen zu befragen. So habe etwa der Computerwissenschaftler Benjamin Bederson dem Gericht erklären sollen, dass es einige der von Apple patentierten Erfindungen bereits vor dem iPhone gegeben habe und die Patente daher ungültig sein. Als Beispiel zeigte Bederson eine App namens "LaunchTile", die in Microsofts Windows Mobile seit 2004 aus 36 "Screens" in zunächst vier und dann in nur einen zoomt. Im Kreuzverhör legten Apples Anwälte jedoch einen Unterschied zur iOS-Technologie dar, berichtet das Wall Street Journal: In LaunchTile wechsle man die Ansicht, der Zoom in iOS vergrößere hingegen Bilder und Texte stufenlos. Der Prozess dauert an.

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