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Apple warnt Anleger vor Börsen-Rauswurf

05.02.2007 | 12:35 Uhr |

Der Mac-Hersteller warnt, die Nasdaq-Börse (National Association of Securities Dealers Automated Quotations) könnte das AAPL-Papier vom Handel ausschließen. Zu dem Rauswurf aus dem prestigeträchtigen Nasdaq Global Select Market könnten die Bundesermittlungen im Aktienskandal führen, die Apple erstmals öffentlich zugegeben hat.

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Apple hatte im Juni 2006 bekannt gegeben, dass es in der Vergangenheit zu Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Aktienoptionen gekommen war. Die aktienbasierten Abfindungen beliefen sich laut den mittlerweile abgeschlossenen internen Untersuchungen auf 84 Millionen US-Dollar.  

"Zeitaufwendig und störend"

"Die Klärung dieser Angelegenheiten wird zeitaufwendig, teuer und das Management von seinen Geschäftsaufgaben ablenken," zitiert die Times den iPod-Hersteller . "Sollte die Firma überdies in einen Prozess verwickelt werden oder es zu Zwangsvollstreckungen durch die Behörden kommen, könnte das Unternehmen gezwungen sein, Schadenersatz oder Strafzahlungen zu erbringen". Dies könne sich geschäftsschädigend auf den iPod-Hersteller auswirken und die Finanzergebnisse und den Cashflow beeinflussen, so Apple weiter. Die Untersuchungen könnten außerdem zu einer Einstellung der Börsennotierung vom Nasdaq Global Select Market führen, erklärt die Jobs-Company. Der Handel, der erst im Juli letzten Jahres eröffnet worden ist, setzt sich aus rund einem Drittel der am Nasdaq-Exchange gelisteten Firmen zusammen. Die Notierung setzt ein besonders hohes Maß an Seriosität in der Unternehmensführung und Buchhaltung voraus, deshalb genießen die darin eingetragenen Unternehmen das besondere Vertrauen der Investoren.  

200,000 Dollar für Steves Gulfstream V

Apple gab ebenfalls bekannt, dass die Firma im letzten Quartal 2006 ihrem Gründer, Steve Jobs, 204.000 US-Dollar an Unterhaltskosten zu einem Gulfstream-V-Jet gewährt hat. Das 40-Millionen-Dollar-Flugzeug bekam Jobs bereits vor sechs Jahren vom Apple-Board zugesprochen. Die Ausgaben von über 200,000 Dollar seien bei Geschäftsreisen im Auftrag der Firma entstanden, erklärte Apple. In vergangenen Jahren betrugen die Quartalsausgaben bis zu 1,16 Millionen US-Dollar für das Jobs-Flugzeug. Steve Jobs bezieht ein offizielles Jahresgehalt von einem Dollar bei Apple. Der Gulfstream, den das Apple-Management seinem Chef im Mai 2001 als Belohung für die Erfolge der Firma zugestand, verursacht Kosten in Höhe von 90 Millionen Dollar. Bild: Copyright 2006, The Nasdaq Stock Market, Inc.

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