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Apple will Markenrechte auf "Apfel" in Russland

13.10.2015 | 14:03 Uhr |

In den letzten Jahren hat Apple seine Präsenz in Russland kontinuierlich ausgebaut. Nun will sich der Konzern einen generischen Begriff sichern. Eine Partei gleichen Namens freut sich.

Aus den Unterlagen der russischen Patentbehörde "Rospatent" geht hervor, dass Apple sich das Wort "Jabloko" (Russisch für "Apfel") als Markenzeichen sichern wollte. Dies berichtet die Nachrichtenseite " Wedomosti " mit Berufung auf die internen Quellen. Demnach will sich Apple das Wort "Apfel" in den fünf Kategorien für Waren und Dienstleistungen sichern. Darunter sind elektronische Geräte wie MP3-Spieler, Rechner und E-Book-Reader sowie auch die EDV-Geräte für die Stimmzettelzählung bei Wahlen und sogar Röntgen-Apparate. Außerhalb des Elektronik-Bereichs hat Apple den Antrag auf Markenrechte für Papier- und Druckerzeugnisse wie Computer-Handbücher, Ratgeber sowie für Sport- und Bildungsveranstaltungen eingereicht. Unter dem gleichen Markennamen will die Firma aus Cupertino in Russland nicht näher genannte Dienstleistungen im Forschungs-, Entwicklungs- und Technologie-Bereich anbieten.

Pikanterweise ist der Begriff "Jabloko" (Apfel) in Russland bereits als Marke registriert, nämlich für eine sozial-liberale Partei . Sowohl die Partei-Sprecher wie auch Experten für den Markenschutz in Russland geben an, dass Apple wohl keine Probleme mit "Jabloko" in Sachen Benennung der Produkte haben wird: Zu unterschiedlich sind die Bereiche und Produkte, als dass sich die beiden Organisationen ernsthaft Konkurrenz machen sollen. Laut Wedomosti sieht die Partei einen neuen Spieler mit dem gleichen Namen als eine zusätzliche Werbung in eigener Sache. 

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