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Apple dementiert MVNO-Pläne

04.08.2015 | 10:23 Uhr |

Apple widerspricht Berichten, wonach der iPhone-Hersteller ein eigenes virtuelle Mobilfunknetz errichten wolle.

Update: In einem ungewöhnlichen Statement hat Apple einen Bericht der Business Insider UK dementiert, wonach der iPhone-Hersteller ein virtuelles Mobilfunknetz errichten wolle und dieses in den USA bereits teste. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters stellt das Unternehmen klar, nicht einmal über die Errichtung eines MVNO diskutiert zu haben.

Originale Meldung:

Laut Business Insider UK testet Apple derzeit in den USA einen MVNO-Dienst (Mobile Virtual Network Operator) und steht mit europäischen Providern darüber im Gespräch. Entsprechende Patente hält Apple schon seit 2006. Als MVNO könnte Apple bei Mobilfunkprovidern wie der Telekom oder Vodafone Netzwerkkapazitäten mieten und an seine Kunden direkt weiterverkaufen. Bisher hat man die Deutschland die Option, bei Apple iPhones ohne Vertrag oder mit Prepaid-Paketen von T-Mobile oder Vodafone zu erstehen. Das iPhone mit Vertrag und gegebenenfalls einer Subvention des Providers oder eine in den Mobilfunkvertrag eingerechneten Ratenzahlung gibt es eben nur beim Provider. So entstehen in Deutschland am Erstverkaufstag eines iPhone nicht nur vor den Apple Stores Schlangen, sondern auch in den Läden von Vodafone, Telekom und Konsorten. Ein mit Apples MVNO verbundenes iPhone würde sich selbsttätig stets das beste verfügbare Netz auswählen, Funklöcher werden in der Theorie immer seltener.

Weit interessanter als für das iPhone wäre aber ein von Apple selbst betriebener MVNO für das iPad. Dieses könnte Apple ohne Weiteres mit einer Embedded SIM ausrüsten und mitsamt Datentarif für das eigene virtuelle Mobilfunknetz verkaufen. Und in künftigen Apple-Watch-Generationen könnte ebenso eine solche SIM eingebaut sein und die Uhr über das von Apple bereit gestellte Netz stets mit dem Internet verbunden sein - das iPhone bräuchte man nicht immer mitnehmen, die Apple Watch würde wirklich eigenständig.

Bis ein solcher Service aber in Betrieb gehen kann, werden noch bis zu fünf Jahre vergehen, berichtet Business Insider. Zuvor wird Apple noch einige technische Voraussetzungen schaffen müssen. So soll bereits iCloud Voicemail in Arbeit sein : Mit Hilfe von Siri übersetzt der Dienst auf die Mailbox eingegangene Sprachnachrichten und speichert sie auf Apples eigenen Servern. Apple wäre also nicht mehr auf die Provider angewiesen, die derzeit Visual Voicemail und andere Methoden der Sprachnachrichten anbieten.

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