Neue Märkte

Apple will in Indien verstärkt wachsen

26.03.2013 | 16:08 Uhr | Halyna Kubiv

Seit mehreren Jahren bemüht Apple sich um die Gunst der chinesischen Kunden. Im letzten Quartal begann das Unternehmen, die Verkaufszahlen für das Land extra auszuweisen. Offenbar hat der iPhone-Hersteller auch Indien als den nächsten großen Markt für sich entdeckt.

Indien gehört zu den Ländern mit wachsendem Bruttoinlandsprodukt und entsprechend steigender Kaufkraft der Bevölkerung. In den letzten zehn Jahren ist das BIP Indiens kontinuierlich um acht bis neun Prozent gestiegen. Dieses Wachstum beginnt auch Apple zu spüren. Wie die India Times berichtet, soll Apple seit letztem November in Indien so viele iPhones vertrieben haben wie in den letzten vier Jahren. Diese Zahlen entsprechen in etwa den Schätzungen von Canalys mit Sitz in Singapur. Demnach lieferte Apple im letzten Quartal 2012 insgesamt 252 000 iPhones nach Indien, was die Lieferzahlen der vorhergehenden drei Monate um das Dreifache übersteigt.

Das steigende Kaufinteresse in Indien ist teilweise auch der neuen Verkaufsstrategie von Apple geschuldet: Zum einen startete das Unternehmen eine groß angelegte Werbekampagne im Land, zum anderen können die Kaufwilligen seit kurzem iPhones auf Raten erwerben. Den Startpreis von 16 999 indischen Rupien (umgerechnet 240 Euro) zahlt man sofort, den Rest verteilt auf sechs oder zwölf Monate, berichtet das Wall Street Journal . Gleichzeitig ist Apple mit mehreren Mobilfunkanbietern und Einzelhändlern in Indien Kooperationen eingegangen, was die Präsenz des Unternehmens auch in der Provinz erhöht.

Nach Berichten der India Times besuchte Apples Vizepräsident für Verkauf in Europa, Indien und Afrika, Hugues Asseman, im letzten Monat Mumbai. Asseman traf sich dort mit wichtigen Premium-Händlern und Franchise-Nehmern. Einer davon, Reliance Retail, plane bereits eine Erweiterung seiner Apple iStores. Nach Berichten anderer Einzelhändler gegenüber der India Times will Apple bis 2015 seine Premium-Reseller-Stores im Land verdreifachen. Momentan sind es noch rund 60 Geschäfte, in zwei Jahren sollte die Zahl auf zwei Hundert steigen.

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