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Apple will in Stores wieder mehr reparieren und weniger austauschen

11.11.2013 | 10:14 Uhr |

Vorerst ist sind die neuen Dienstleistungen nur für die 300 Apple Stores in den USA geplant und Apple soll bereits mit der Auslieferung von Ersatzteilen, Anleitungen und Trainingsmaterial begonnen haben.

Apple plant künftig eine Reihe von iPhone-Reparaturen inklusive dem Bildschirm-Austausch in seinen Apple Stores durchzuführen, berichtet MacNewsWorld . Bereits jetzt werden einige Reparaturen direkt vor Ort ausgeführt, aber der neue Plan soll jetzt auch Bildschirmaustausch, Lautstärkeregler, Vibrations-Motoren, Lautsprecher, Kameras und den Home-Knopf umfassen. Die neuen iPhone-Modelle 5S und 5C sind natürlich noch unter Apple Care -Garantie, aber für einige Eingriffe an iPhones außerhalb der Garantieleistung sollen bereits die Preise festgelegt sein: Ein Bildschirmaustausch soll 149 US-Dollar kosten, Batterie-Ersatz inklusive Wechsel mit 79 und ein Home-Knopfkosten mit knapp 29 US-Dollar zu Buche schlagen. Der Austausch des Fingerabdruck-Scanners des iPhone 5S soll übrigens nicht direkt im Apple Store geplant sein, obwohl der Eingriff nicht schwieriger als der Austausch des Home-Knopfs ist.

Die End-Kunden werden mit dem neuen Programm die Gewinner sein: Statt wie bisher in einem langwierigem Prozess die Daten auf ein Ersatzgerät zu transferieren, ist zum Beispiel ein Bildschirm innerhalb von nur 30 Minuten erfolgreich ausgetauscht und nebenbei kriegt der Kunde garantiert original Apple-Ersatzteile. Van Baker, Vize-Präsident der Marktforschungsfirma Gartner , schätzt, dass Apple mit dem neuen Programm hauptsächlich auf höhere Kundenzufriedenheit baut, und es nicht als neue Einnahmequelle sieht.

Auf der anderen Seite wird der ausgebaute Reparaturdienst in den US-weit nur 300 Apple Stores kaum den boomenden Drittanbieter-Markt für Apple-Reparaturen beeinträchtigen. Zum einen wohnt nicht jeder Apple-Kunde gleich um die Ecke von einem Apple Store und zum anderen sind bieten die meisten umfangreichere Dienstleistungen, wie zum Beispiel Behebung von Wasserschäden, Austausch von nur dem Bildschirmglas statt dem kompletten Bildschirm oder teilweise auch mit original Apple-Ersatzteilen günstigere Preise.

Kyle Wiens, Mitbegründer von iFixit , hofft auf einen Seiteneffekt von Apples ausgebauten Apple Store-Leistungen: iPhone und iPads gelten derzeit als notorisch schwer reparierbar . Auf der Skala von iFixit punktet das neue iPhone-Modell bei Instandsetzungsreparaturen mit nur sechs von zehn, während das Galaxy S4 acht von zehn erhielt. Das neue iPad Air erreicht auf dieser Wartungs-Skala gar nur zwei Punkte . Wiens hofft nun, dass die Reparaturen im Apple Store indirekt dazu beitragen werden, dass Apple bei künftigen Designs gesteigerten Wert auf einfachere Reparierbarkeit legen wird.

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