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Apple wird Universal Music nicht übernehmen

17.04.2003 | 11:28 Uhr |

Cupertino (dpa) - Apple Computer wird die Musiksparte des angeschlagenen Medienkonzerns Vivendi Universal nicht übernehmen. Apple-Chef Steve Jobs dementierte am Mittwochabend (Ortszeit) in Cupertino (Kalifornien) Presseberichte, wonach Vivendi-Direktor Claude Bebear ein Angebot von Apple über sechs Milliarden Dollar für Universal Music bestätigt habe.

"Apple hat niemals ein Angebot angegeben, eines der führenden Musik-Unternehmen zu übernehmen oder in eine dieser Firmen zu investieren", sagte Jobs. Die Äußerungen in der Presse, die Bebear zugeschrieben würden, seien nicht wahr. "Dies hat Mr. Bebear später in einem Bericht bestätigt." Darüber hinaus bleibe Apple bei seiner Politik, Gerüchte im Markt nicht zu kommentieren.

In US-Medien war zuvor berichtet worden, neben Apple Computer seien führende Universal-Manager auch mit Microsoft in Übernahmegesprächen. In gut informierten Kreisen heißt es, Vivendi habe die Übernahmegerüchte gestreut, um das Interesse großer Computerfirmen an Universal zu wecken und Angebote in die Höhe zu treiben. Da Apple am 28. April einen Online-Musikservice auf den Markt bringe, sei das kalifornische Unternehmen in Verbindung mit Vivendi gebracht worden.

Universal Music, die unter anderem die Rockgruppe U2 und den Rapper Eminem unter Vertrag hat, kontrolliert rund 30 Prozent des gesamten Musikmarktes. Vivendi will mit dem Verkauf von Universal den Schuldenberg abbauen, der sich unter dem ehemaligen Vivendi-ChefJean-Marie Messier aufgehäuft hat.

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