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Apple zahlt 1.700 Euro für gelöschte iPhone-Daten

01.12.2015 | 13:42 Uhr |

Die Daten waren nach einem Reparatur-Besuch im Apple Store weg, so zog ein Rentner aus Großbritannien vors Gericht.

Ein Rentner aus Großbritannien vermisst nach einem Apple Store Besuch wertvolle Daten auf dem iPhone: die Kontakte, angesammelt in den fünfzehn Jahren, aber auch Fotos und Videos aus den Flitterwochen . Die Vorgeschichte: Deric White schaute im letzten Dezember in einem Apple Store in London vorbei und brachte sein iPhone 5 zur Reparatur. Erst am nächsten Tag, nachdem ein Mitarbeiter sein iPhone wieder ausgehändigt hat, bemerkte der Rentner, dass das Gerät komplett gelöscht und auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt wurde. Alle Daten waren weg.

White sah Apple Mitarbeiter als Schuldige, sie hätten demnach nicht vorgewarnt und die Daten wurden gelöscht. White verlangte vom iPhone-Hersteller eine Kompensation in Höhe von 7.000 Britische Pfund, Apple wollte sich außergerichtlich nicht einigen, so zogen die beiden Parteien vor Gericht. Nach der heutigen Sitzung hat die Richterin Ruth Fine entschieden : Deric White erhält von Apple für seine gelöschten Daten eine Entschädigung in Höhe von 1.200 Pfund (umgerechnet 1.700 Euro), dazu übernimmt der Beklagte die Gerichtskosten in Höhe von 773 Pfund. Das Gericht hat der Argumentanion des Klägers stattgegeben: "Die Angestellten des Beklagten haben fahrlässig gehandelt, was zu dem Verlust seiner Kontakte und Daten vom hohen emotionalen Wert führte." Apples Anwältin Victoria Nottage argumentierte damit, dass White das Risiko des Datenverlustes bewusst gewesen sein musste, bevor er das iPhone in die Reparatur übergab. Er hatte kein Backup gemacht und seine Daten wissentlich diesem Risiko ausgesetzt.

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