Von Redaktion Macwelt - 28.12.2012, 00:00

Macwelt-Jahresrückblick

Apple zahlt Dividende und kauft Aktien zurück

Apple zahlt Dividende und kauft Aktien zurück

Apple hat bekannt gegeben, was das Unternehmen mit seinen Barreserven plant: Über drei Jahre will Apple 45 Milliarden US-Dollar für Dividenden, um Rückkaufprogramme aufwenden.
Apple investiert seine Barreserven nicht nur in kommende Produkte und Services, sondern will seine Aktionäre mit Dividenden belohnen und Aktien zurück kaufen. Über drei Jahre hinweg will Apple dafür 45 Milliarden US-Dollar aufwenden. Nach Beschluss des Apple-Aufsichtsrates werde das Unternehmen im vierten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres, also nach dem 1. Juli, pro Aktie 2,65 US-Dollar Dividende bezahlen. Mit dem neuen Geschäftsjahr beginne im Oktober ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 10 Milliarden US-Dollar. Dieses solle über drei Jahre laufen und unter anderem zum Ziel haben, Verwässerungseffekte auf den Kurs zu reduzieren, die durch die Gewährung von Aktienoptionen für Apple-Angestellte entstehen. An Dividenden werde man 2,5 Milliarden US-Dollar pro Quartal zahlen, das Programm werde man regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Die Dividenden sollen Apple-Aktien nun auch jenen Investoren schmackhaft machen, die bisher keine Apple-Anteilsscheine besitzen.
"Wir haben Einiges von unserer Barschaft dazu verwendet, mit größerem Forschungs- und Entwicklungsaufwand in unsere Produkte zu investieren, neue Retail-Stores zu eröffnen, strtegische Vorauszahlungen an unsere Lieferkette zu leisten und unsere Infrastruktur auszubauen. Das werden wir auch in Zukunft so halten," erklärt Apple-CEO Tim Cook in einer Pressemitteilung des Konzerns. Innovationen zu finanzieren bleibe Apples wichtigstes Vorhaben, dennoch habe man immer noch genügend Geld in der Kriegskasse und könne sich so eine Dividende leisten. Apple hatte zuletzt im November 1995 eine Dividende gezahlt, ein Jahr vor der Rückkehr des Gründers Steve Jobs aus dem Exil bei Next.
Apple bestreitet die Ausgaben für das Programm aus seinen in den USA hinterlegten Mitteln, im Ausland investiertes Geld zurück in die USA zu holen, hätte steuerliche Probleme zur Folge, erklärte Finanzchef Peter Oppenheimer in der Pressekonferenz. Zu anderen Produkten und Investitionen in künftige Produkte, Dienstleistungen und Infrastrukturen wollte Apple nichts sagen, Cook deutete lediglich an, dass man am zurückliegenden Wochenende einen neuen Rekordverkaufswert beim neuen ipad erreicht habe. Die "Produktpipeline" sei aber voll und die Kunden werden mit dem , was komme, "extrem zufrieden" sein.
Während der verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs stets Dividenden für die Aktionäre ablehnte, zeigte sich Cook zuletzt auf einer Konferenz der Investmentbank Goldman Sachs offener: "In unserem Bezug zu Bargeld bin ich nicht religiös, ob wir es halten sollten oder ob wir es nicht halten sollten. Wir sind in regen Diskussionen mit dem Aufsichtsrat darüber, was wir damit anfangen sollen." Unvernünftig werde man jedoch nicht mit dem Geld auf dem Konto umgehen.
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